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15.06.2011

13:44 Uhr

Kosmetikkonzern

L'Oreal sieht keine neuen Synergien mit Nestle

L'Oreal scheint nicht enger mit Nestle zusammenarbeiten zu wollen. Der Chef des Kosmetikkonzerns hat Synergien mit dem Lebensmittelhersteller eine Absage erteilt. Nestle gehören schon 30 Prozent des Kosmetikproduzenten.

Der L'Oreal-Chef sieht keine Möglichkeiten für weitere Synergien mit Nestle. Quelle: Reuters

Der L'Oreal-Chef sieht keine Möglichkeiten für weitere Synergien mit Nestle.

ZürichDer französische Kosmetikkonzern L'Oreal steht einer engeren Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Lebensmittelkonzern Nestle skeptisch gegenüber. Nestle besitzt einen Anteil von rund 30 Prozent am Kosmetik-Weltmarktführer und unterhält zwei Joint Ventures mit L'Oreal, eines für Nahrungsmittelergänzung und eines für Dermatologie. „Ich sehe darüber hinaus keine möglichen Synergien für beide Unternehmen“, sagte L'Oreal-Chef Jean-Paul Agon der Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“ (Mittwochausgabe).

2014 läuft eine Stillhaltefrist für die Aktien ab, die seit rund 30 Jahren im Besitz der Schweizer sind. Beobachter rechnen damit, dass sich Nestle von dem Paket trennen wird, vor allem, nachdem sich der Konzern 2010 stärker dem Kerngeschäft verschrieb und die Augenheilsparte Alcon verkaufte. Bis 2014 hat die L'Oreal-Gründerfamilie Bettencourt ein Vorkaufsrecht für das Paket, im Gegenzug müsste die französische Familie ihre 31-Prozent-Beteiligung zuerst Nestle anbieten.

Agon zeigte sich in dem Interview zuversichtlich, was die weiteren Geschäftsaussichten angeht: „Wir denken, dass der Markt 2011 erneut etwa vier Prozent wachsen wird. Unser Ziel ist, in allen Bereichen wieder stärker als der Markt zu wachsen - so wie im letzten Jahr.

 

Von

rtr

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