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03.05.2012

09:37 Uhr

Kosmetiksparte

Umbau von Beiersdorf trägt Früchte

Der Umbau der Kosmetiksparte von Beiersdorf beginnt sich auszuzahlen: Betriebsgewinn und Umatz übertrafen die Erwartungen der Analysten. Im laufenden Jahr soll der Umsatz weiter steigen.

Ein Schild mit dem Firmenlogo der Beiersdorf AG. dpa

Ein Schild mit dem Firmenlogo der Beiersdorf AG.

HamburgDer Umbau der Kosmetiksparte von Beiersdorf trägt erste Früchte: Der Betriebsgewinn des Konzerns mit Marken wie Nivea, Eucerin und Labello kletterte zu Jahresbeginn um 13 Prozent auf 183 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen. Der neue Vorstandschef Stefan Heidenreich registrierte erste Erfolge der Strategie, die sein Vorgänger Stefan-Bernd Quaas eingeleitet hatte. Dabei konzentriert sich Beiersdorf stärker auf die Gesichts- und Hautpflege.

Daneben habe der Konzern von einem positiven Marktumfeld profitiert. Im Kosmetikgeschäft konnte Beiersdorf vor allem in Osteuropa und Lateinamerika mit hohen Umsatzzuwächsen glänzen, während das Geschäft in Westeuropa stagnierte. Bereinigt um Währungseffekte legte der Umsatz binnen Jahresfrist um 6,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu.

Die Hauptsparte für Kosmetikartikel steigerte ihren Betriebsgewinn um zwölf Prozent auf 149 Millionen Euro. Noch erfolgreicher war abermals die Klebstofftochter Tesa, deren Gewinn vor Steuern und Zinsen sich um mehr als 17 Prozent auf 34 Millionen Euro verbesserte. Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes und profitierte vor allem von guten Geschäften mit der Automobil- und Elektronikindustrie.

Der Ausblick für das laufende Jahr bleibt vorsichtig, trotz des guten Jahresauftakts. Demnach soll der Konzernumsatz weiter steigen. Die Rendite (Ebit-Marge) soll zwischen elf und zwölf Prozent liegen. Im Vorjahr hatte sie 11,5 Prozent betragen.
Es war das letzte Quartal unter der Verantwortung von Quaas. Seit der Hauptversammlung vergangene Woche wird Nivea von Heidenreich gesteuert. Quaas wechselte in den Aufsichtsrat.

Heidenreichs Aufgabe wird es sein, das Kerngeschäft mit dem Flaggschiff Nivea an der Spitze zu früherer Stärke zurückzuführen, nachdem es unter seinem Vorgänger saniert wurde. Der Umbau war nötig geworden, weil Beiersdorf im globalen Wettbewerb von Rivalen wie L'Oreal, Henkel und Unilever abgehängt zu werden drohte.

Der Druck auf Beiersdorf dürfte noch zunehmen, wenn es dem Parfümhersteller Coty gelingen sollte, den US-Kosmetikkonzern Avon zu übernehmen. Dann würde der Wind für Beiersdorf vor allem in den USA schärfer, schätzen Analysten.

Als Reaktion auf die gestiegene Konkurrenz im Kosmetikgeschäft führt Beiersdorf sein Kerngeschäft nun stärker regional. Davor hatte sich der Konzern von Randbereichen und weniger ertragreichen Marken getrennt. In Europa nahmen die Hamburger ein Fünftel der Produkte aus den Regalen, die nicht so gut liefen. In der Hamburger Zentrale wurde Personal abgebaut. Die mit der Neuausrichtung verbundenen Kosten schlagen zum Teil noch im laufenden Jahr zu Buche.

Von

rtr

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