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24.01.2007

09:25 Uhr

Kostensenkung

Bosch fordert angeblich kostenlose Mehrarbeit

Der Bosch-Konzern dringt nach einem Zeitungsbericht im Stammwerk Stuttgart-Feuerbach auf fünf Stunden unentgeltliche Mehrarbeit. Damit sollen Kosten gesenkt und Beschäftigung gesichert. Beim Betreibsrat stößt der Vorschlag auf wenig Gegenliebe.

HB STUTTGART. Für die Mitarbeiter würde dies je nach Arbeitsvertrag eine 40-beziehungsweise 45-Stunden-Woche bedeuten. Nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ beruft sich Bosch in den Verhandlungen mit dem Betriebsrat am Standort auf das Pforzheimer Abkommen, das eine Abweichung vom Tarifvertrag ermöglicht, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Rund 7 000 der 12 500 Beschäftigten in Feuerbach sind dem Bericht zufolge Angestellte. Von diesen hat nach Angaben des Betriebsrats bereits rund ein Drittel einen 40-Stunden-Vertrag. Für diese würde entweder die Arbeitszeit auf 45 Stunden erhöht werden oder die Regelung einen Gehaltsabzug von 14 Prozent bedeuten.

Der Betriebsrat lehnt dies ab und sieht in einer Arbeitszeitverlängerung ohne Lohn- und Gehaltsausgleich keine Lösung. Fünf Stunden Mehrarbeit würde in Feuerbach zusätzlich die Vernichtung von rund 800 Arbeitsplätzen bedeuten, sagte Betriebsratschef Werner Neuffer dem Blatt. Ein Bosch-Sprecher wollte die Pläne der Zeitung zufolge nicht kommentieren.

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