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07.01.2011

12:23 Uhr

KPMG-Umfrage

Welche Autobauer 2011 boomen werden

VonCarsten Herz

ExklusivZum Start der US-Automesse in Detroit hat die Branche über Gewinner und Verlierer geurteilt. Die befragten Experten äußerten sich zu den Zukunftsaussichten der US-Giganten ungewöhnlich skeptisch. Vor allem der kleinste der drei US-Autokonzerne, Chrysler, kommt bei der Befragung schlecht weg. Punkten konnte dagegen Volkswagen.

Die Autobranche glaubt nicht an eine rosige Zukunft des US-Autogiganten Chrysler. Quelle: dpa

Die Autobranche glaubt nicht an eine rosige Zukunft des US-Autogiganten Chrysler.

FRAWNKFURT. Sie sind wieder da - zum Start der wichtigen US-Automesse in Detroit werden vor allem die großen amerikanischen Autokonzerne mit den Muskeln spielen. Doch der kleinste der früher Big Three genannten Hersteller, der von Fiat kontrollierte Autobauer Chrysler, bekam jetzt schon einen Dämpfer: Die Antwort auf die Frage einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter weltweit 200 Führungskräften der Branche nach den Gewinnern und Verlierern der nächsten Jahre ist für das Unternehmen aus Auburn Hills wenig schmeichelhaft - Chrysler wird am skeptischsten eingeschätzt. Wie aus der gestern veröffentlichten Umfrage hervorgeht, steht ganz oben auf dem Siegertreppchen dagegen der Volkswagen-Konzern - neben den chinesischen Autobauern. Im vergangenen Jahr war noch Hyundai ganz vorne.

Ungewöhnlich skeptisch beurteilt die Branche unmittelbar vor dem Auftakt der Automesse in Detroit in der kommenden Woche die Zukunftsaussichten der US-Giganten. Knapp die Hälfte aller Befragten erwartet, dass Chrysler in den kommenden Jahren auf den Weltmärkten an Boden verlieren wird. Dabei verkaufte der kleinste der drei US-Autokonzerne 2010 knapp 1,1 Millionen Wagen, ein Zuwachs von 17 Prozent. Das Urteil der Führungskräfte ist kein gutes Omen für den von Fiat-Chef Sergio Marchionne für das laufende Jahr ins Auge gefassten Börsengang des US-Herstellers.

Befragte glauben an VW

Unsicherheit herrscht auch über die Perspektiven von General Motors. Der größte amerikanische Autokonzern legte zwar im vergangenen November eine fulminante Rückkehr an den Aktienmarkt hin und steigerte seine Verkaufszahlen im wichtigen Heimatmarkt zuletzt deutlich. Dennoch sehen viele Manager die Zukunft des Unternehmens deutlich zurückhaltender als viele Investoren. 36 Prozent der Befragten glauben, GM werde Marktanteile weltweit verlieren. 40 Prozent der Führungskräfte rechnen dagegen mit Wachstum für die Amerikaner.

Sehr ernst nehmen die Manager dagegen den Zukunftsplan des VW-Konzerns. "Als einzelnes Unternehmen ist VW der große Gewinner", sagt Mike Steventon, Partner bei KPMG und Autor der Studie. Offensichtlich traut die Mehrheit der Branche dem 63-jährigen VW-Vorstandschef zu, sein großes Ziel zu erreichen: die Weltmarktführerschaft.

Winterkorn, dessen Vertrag erst Anfang des Monats bis Ende 2016 verlängert wurde, strebt an, bis 2018 Toyota sowohl beim Umsatz als auch bei der Ertragsstärke auf Rang zwei zu verweisen. Noch liegen die Japaner deutlich vor den Wolfsburgern und General Motors, die beim Marktanteil noch in etwa auf Augenhöhe mit VW liegen. Das Brancheninstitut IHS Automotive erwartet, dass die Wolfsburger bereits dieses Jahr an GM beim Absatz deutlich vorbeiziehen werden.

Kommentare (2)

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Opel

09.01.2011, 12:59 Uhr

VW hat 2010 gerade mal 7Millionen Autos verkauft,GM fast 8.5Millionen genau so TOYOTA.VW ist nicht mal 2009 an GM vorbei gekommen (trotz Krise und insolvenz)und wird auch niemals vorbei an GM kommen.VW für immer hinter GM!!!!!!

Opel

09.01.2011, 14:35 Uhr

TOYOTA 2007:9.370,000,08:8.972,000,09:7.813,000
GM 2007:9.370,000,08:8.356,000,09:7.478,000
VW 2007:6.190,000,08:6.230,000,09:6.290,000 verkaufte Autos Weltweit.VW wird niemals an GM oder TOYOTA vorbei kommen.VW für immer hinter GM!!!!!!!

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