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16.03.2006

11:49 Uhr

Kräftige Gewinnverbesserung in 2005

Hochtief setzt sich ehrgeiziges Ziel

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief hat im abgelaufenen Jahr sehr gut verdient, was aber auch an Sondereffekten lag. Die Auftragsbücher sind voll, so dass der Überschuss mittelfristig auf 100 Mill. Euro klettern soll. Zur Verbesserung soll auch der deutsche Markt beitragen, bis dato ein Problemfall.

HB DÜSSELDORF. „2005 war erneut ein Jahr des Fortschritts für uns: Wir haben unsere wichtigsten Ziele übertroffen“, sagte Vorstandschef Hans-Peter Keitel am Donnerstag in Düsseldorf. Vor allem das florierende Australien-Geschäft und die Flughafen-Sparte sorgten dafür, dass der Konzern das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 75,7 Prozent auf 329 Mill. Euro steigerte. Darin sind aber 52 Mill. Euro aus dem Einstieg von Investoren in die Flughafen-Beteiligungen von Hochtief enthalten. Analysten hatten ein EBT von nur 311 Mill. Euro erwartet.

Der Konzerngewinn legte unterm Strich von 41,2 auf 62,8 Mill. Euro zu. Daran sollen auch die Aktionäre beteiligt werden: Hochtief will für 2005 seine Dividende 75 von 90 Cent je Aktie zahlen; die Dividende enthält einen Bonus von 10 Cent für den Flughafen-Sondererlös. Die Umsatzerlöse stiegen um 14,3 Prozent auf 13,65 Mrd. Euro.

Der Auftragseingang stagnierte bei 15,6 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand summierte sich zum Jahresende auf den Rekordwert von 21,1 Mrd. Euro. Damit ist Hochtief für die kommenden eineinhalb Jahre ausgelastet.

Für 2006 erwartet Hochtief einen Vorsteuergewinn, der über dem um den Flughafen-Effekt bereinigten Vorjahresergebnis liegt. Damit würde das EBT über 277 Mill. Euro liegen. Mittelfristig soll der Überschuss im Konzern – nach Angaben eines Sprechers in zwei bis drei Jahren – auf 100 Mill. Euro steigen. „Auf dieses Ziel wird sich das Unternehmen 2006 deutlich hinbewegen“, teilte Hochtief mit.

Keitel sieht wieder eine positive Entwicklung des Baumarktes in Deutschland. Eine „schwarze Null“ beim Umsatz rücke nach der zehnjährigen Talfahrt „in den Bereich des Möglichen“. Hochtief hatte bereits in der Vergangenheit sein Auslandsgeschäft stark ausgebaut. Wie der Konkurrent Bilfinger Berger setzt auch der deutsche Branchenprimus neben dem Auslandsgeschäft auf den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts rund ums Bauen.

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