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12.01.2005

16:00 Uhr

Kräftiger Kapazitätsausbau geplant

Solarworld macht Dampf

Da die Produktion bei der Solarworld AG derzeit voll ausgelastet ist, hat Deutschlands umsatzstärkstes Solarunternehmen einen kräftigen Ausbau seiner Kapazitäten angekündigt.

HB BONN. „2005 und 2006 werden wir insgesamt mehr als 150 Mill. € in den Produktionsausbau in Freiberg (Sachsen) investieren, um die Modul- und Zellkapazitäten zu verdoppeln“, kündigte der Firmengründer und Vorstandschef Frank Asbeck am Mittwoch in einem Gespräch mit Reuters an. Gleichzeitig soll die Zahl der Beschäftigten von momentan rund 600 auf etwa 1000 aufgestockt werden. Die Mittel für die Expansion würden zu einem Drittel aus staatlichen Fördertöpfen kommen, 40 % durch Banken finanziert werden und 25 % aus eigenen Mitteln. „Eine Kapitalerhöhung ist nicht notwendig“, sagte Asbeck.

Die Produktion des Herstellers von Silizium-Wafern und Zellen sowie Modulen für die Solarenergie sei derzeit voll ausgelastet. „Unsere Produkte für 2005 sind ausverkauft, wir schließen bereits Verträge für 2006“, sagte Asbeck. Er bekräftigte, eine Verdoppelung der Dividende sei nicht unrealisitisch. 2003 hatten die Aktionäre 0,18 € erhalten.

Deutschland ist der weltgrößte Markt für Solarstromanlagen. Im Jahr 2004 lag der Absatz von Solarmodulen in Deutschland 130 % über dem Vorjahr. Dabei profitieren Solarworld und seine Konkurrenten von der staatlichen Förderung. Die weltweit größten Unternehmen der Solarwirtschaft sind Töchter großer Konzerne wie Sharp, BP, Shell oder RWE. Solarworld selber hält bei Wafern einen Weltmarktanteil von 15 %.

Nicht nur in Deutschland boomt das Geschäft mit Solarenergie auch im Ausland wächst die Nachfrage. Neben Südeuropa ziehe das Geschäft in den USA und in Fernost kräftig an, sagte Asbeck. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz betrage derzeit 40 %.

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