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16.11.2011

10:21 Uhr

Kraftwerksprojekt

RWE und Gazprom verhandeln und verhandeln

Ergebnis offen: Noch immer verhandelt der Energiekonzern RWE mit dem russischen Gasriesen Gazprom. Der Grund: gemeinsame Kraftwerksprojekte. Noch scheinen beide Parteien sich nicht einigen zu können.

Es ist nicht klar, ob Gazprom und RWE in ihren Verhandlungen auf einen Nenner kommen. picture alliance

Es ist nicht klar, ob Gazprom und RWE in ihren Verhandlungen auf einen Nenner kommen.

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE könnte seine Verhandlungen über eine Kraftwerkskooperation mit dem russischen Gasriesen Gazprom bis 2012 verlängern. „Die Verhandlungen laufen und ob wir zu einem Ergebnis kommen, ist offen“, sagte ein RWE-Sprecher am Mittwoch. „Zum Jahresende können beide Partner entscheiden, ob die Verhandlungen fortgesetzt werden“, fügte er hinzu. RWE-Chef Jürgen Großmann und Gazprom-Boss Alexej Miller hatten Mitte Juli zunächst Gespräche für drei Monate vereinbart, diese aber später bis Ende Dezember verlängert. Dabei geht es um gemeinsame Kraftwerksprojekte in Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Staaten.

Auch Gazprom zeigt sich flexibel. Vizechef Alexander Medwedew sagte in der „Börsen-Zeitung“, er hoffe, dass die Gespräche bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. „Wenn notwendig, können wir den Verhandlungszeitraum verlängern“, fügte er hinzu. „Eine gute Lösung - wenn denn möglich - ist besser als eine schnelle“, hatte RWE-Chef Großmann in der vergangenen Woche an die Aktionäre geschrieben. RWE und Gazprom prüfen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für neue und bestehende Gas- und Steinkohlekraftwerke. Großmann hat erklärt, unter zehn Prozent der bestehenden Anlagen in den Ländern in das Joint Venture einbringen zu können.

Eine Zusammenarbeit zwischen dem zweitgrößten deutschen Energiekonzern und dem wichtigsten Gaslieferanten Deutschlands dürfte das Kartellamt auf den Plan rufen. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Unternehmen Wettbewerbsbedenken bereits im Vorfeld ausräumen wollen. „Eine Verbindung zwischen Gazprom und RWE müsste man sich unter kartellrechtlichen Gesichtspunkten sehr genau ansehen“, hatte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, gesagt.

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