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28.10.2014

14:44 Uhr

Krauss-Maffei Wegmann

Ukraine-Krise hilft Panzerbauer

In der Ukraine kehrt keine Ruhe ein und auch in Skandinavien geht die Angst vor Aggressor Russland um. Die europäische Krisenherde sorgen für eine gesteigerte Panzernachfrage beim Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann.

Der Kampfpanzer Leopard 2, einer der durch den Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann produzierten Panzer. dpa

Der Kampfpanzer Leopard 2, einer der durch den Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann produzierten Panzer.

BerlinDer Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) verzeichnet wegen der Ukraine-Krise eine deutlich höhere Nachfrage nach Panzern. „In den osteuropäischen Ländern und Skandinavien ist die Nachfrage signifikant gestiegen“, sagte KMW-Chef Frank Haun am Dienstag. „Auslöser war sicher die Ukraine-Krise“. Zu Details wollte sich der Konzernchef nicht äußern. KMW baut unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2.

Russlands Vorgehen im Konflikt mit der Ukraine sowie die russische Annexion der Halbinsel Krim hatten vor allem die Staaten Osteuropas verunsichert.

Waffen für die Ukraine?

Befürworter

Vor allem die an Russland grenzenden Baltenländer sehen die Ukraine-Krise mit großen Sorgen. Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite hatte sich vor dem EU-Gipfel für Waffenlieferungen an die Ukraine stark gemacht.

Gegner

Dazu dürfte es allerdings nicht kommen, weil die große Mehrheit der EU-Staats- und Regierungschefs dagegen ist. "Ich glaube nicht, dass wir durch Waffenlieferungen auch nur den Anschein erwecken sollten, dass durch eine militärische Verstärkung der ukrainischen Armee eine Lösung zu erreichen wäre", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Säbelrasseln

Die Nato demonstriert weiter Entschlossenheit bei der Verteidigung ihrer östlichen Bündnispartner. An der verstärkten Überwachung des Luftraums über dem Baltikum werden sich ab dieser Woche auch sechs "Eurofighter"-Kampfjets der Bundeswehr beteiligen. Für den Einsatz werden 170 Soldaten der Luftwaffe am Stützpunkt Ämari in Estland stationiert. Litauen, Lettland und Estland haben selbst keine ausreichenden Luftstreitkräfte.

Auch in Skandinavien stieg angesichts militärischer Drohgebärden Russlands die Sorge vor einer Aggression des großen Nachbarn im Osten.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Vittorio Queri

28.10.2014, 16:40 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.


Herr Vittorio Queri

28.10.2014, 17:19 Uhr

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