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10.07.2014

18:01 Uhr

Krauss-Maffei Wegmann und Nexter

Rheinmetall nimmt geplante Panzerfusion unter Beschuss

ExklusivDie deutsche Rüstungsschmiede Krauss-Maffei Wegmann arbeitet seit Wochen an einer Fusion mit dem französischen Panzerbauer Nexter. Doch jetzt bietet sich eine Alternative an – aus Deutschland.

Kampfpanzer vom Typ Leopard 2: Gerüchte und Vorstöße um einen Zusammenschluss der Panzerschmiede KMW und Rheinmetall gibt es seit Jahren. dpa

Kampfpanzer vom Typ Leopard 2: Gerüchte und Vorstöße um einen Zusammenschluss der Panzerschmiede KMW und Rheinmetall gibt es seit Jahren.

MünchenDer Rüstungskonzern Rheinmetall ist an einer Übernahme des Konkurrenten Krauss-Maffei Wegmann (KMW) interessiert. Auf höchster Führungsebene habe es dazu Kontakte gegeben, erfuhr das Handelsblatt aus Branchenkreisen. Rheinmetall will sich als Alternative zum französischen Panzerbauer Nexter in Spiel bringen. Nexter und KMW hatten in der vergangenen Woche ihre Fusion angekündigt. Die Verhandlungen mit Nexter befänden sich noch in einem frühen Stadium, sagte ein Insider.

Rheinmetall wähnte sich seit Jahren in der Pole Position, sollte KMW einmal einen starken Partner brauchen. Mehrere Angebote an die KMW-Eigner scheiterten jedoch an der Führungsfrage. Aufsichtsratschef Manfred Bode und KMW-Geschäftsführer Frank Haun waren erklärte Gegner der Rheinmetall-Lösung. Doch die Eigenständigkeit scheint ohnehin verloren, das gilt auch für eine Fusion mit Nexter. Die Regierung in Paris besteht auf weitreichende Sonderrechte. „Mittelfristig wird KMW damit in den Händen Frankreichs landen“, sagte ein Branchenvertreter. KMW würden zu einem „französischen Zulieferer degradiert“, prophezeit ein anderer.

Zwei Optionen für einen Deal zwischen Rheinmetall und KMW sind den Kreisen zufolge denkbar: Zum einen könnten die Eigentümer von KMW ihre Anteile in Rheinmetall einbringen und damit Aktien der börsennotierten Firma erhalten. Mit einer Beteiligung von 25 bis 30 Prozent wären sie dann mit Abstand der größte Anteilseigner und willkommener Ankeraktionär in Düsseldorf.

Zum anderen könnte KMW mit der Rheinmetall-Sparte Combat Systems fusioniert werden. In dem Bereich bündeln die Düsseldorfer ihr Geschäft mit Kettenpanzern und Munition. Mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro ist die Sparte zwar größer als KMW, dennoch könnten die KMW-Eigner eine gleichberechtigte Beteiligung erhalten, hieß es.

Für ein Zusammengehen mit Rheinmetall sprechen Synergien, die bei jährlich 60 bis 70 Millionen Euro liegen sollen. „Bei Nexter wird es die nicht geben, da die Modellpalette verschieden ist“, sagte ein Insider. Rheinmetall äußerte sich nicht zu KMW. Bei den Münchenern war niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Den vollständigen Bericht zum Interesse von Rheinmetall an KMW finden Sie als Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Trantow

10.07.2014, 19:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Woifi Fischer

11.07.2014, 08:35 Uhr

Recht so. Nur schade was sie sagen wird nicht von den Herrn gelesen, genauso wenig von der Regierung.
Schade.

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