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20.08.2013

11:54 Uhr

Krebsmedikament Stivarga

Bayer erhält weitere Zulassung in Japan

Das Bayer-Medikamt Stivarga hat eine weitere Zulassung in Japan erhalten. Nun ist auch der Verkauf zur Behandlung von Magen-Darm-Tumoren erlaubt. Der Konzern rechnet mit einem Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro.

Sollten Zulassungen für andere Behandlungsfelder hinzukommen, erhöhen sich die weltweiten Umsatzchancen für das Präparat auf rund eine Milliarde Euro. dpa

Sollten Zulassungen für andere Behandlungsfelder hinzukommen, erhöhen sich die weltweiten Umsatzchancen für das Präparat auf rund eine Milliarde Euro.

FrankfurtBayer punktet mit seinem Krebsmedikament Stivarga: Das japanische Gesundheitsministerium habe dem Leverkusener Konzern eine Zulassung für den Verkauf der Arznei zur Behandlung von Patienten mit Magen-Darm-Tumoren (Gist) erteilt, teilte Bayer am Dienstag mit. Im März hatten die Japaner das Mittel bereits für die Bekämpfung von fortgeschrittenem Darmkrebs erlaubt.

Bayer traut Stivarga in der Behandlung von Darmkrebs und gastrointestinalen Stromatumoren (Gist) einen jährlichen weltweiten Spitzenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro zu. Kommen noch andere Behandlungsfelder hinzu, erhöhen sich die weltweiten Umsatzchancen für das Präparat mit dem Wirkstoff Regorafenib auf rund eine Milliarde Euro.

Geschichte von Bayer

Von einer Farbenfabrik zum Chemie- und Pharmariesen

Der Bayer-Konzern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Sie beginnt in Wuppertal Barmen vor 150 Jahren. Es war die Geburtsstunde der deutschen Chemieindustrie.

1863

Friedrich Bayer und Johann Weskott gründen am 1. August die Farbenfabrik Fried. Bayer & Co.

1899

Das Schmerzmittel Aspirin wird zum Patent angemeldet. Noch heute gehört das Medikament zu den umsatzstärksten Bayer-Präparaten.

1925

Nach gut 60 Jahren verliert Bayer seine Selbstständigkeit; das Unternehmen geht in die IG Farben auf. Aus Bayer wurde die IG Betriebsgemeinschaft Niederrhein.

1933

In Leverkusen leuchtet erstmals das Bayer-Kreuz auf. Es hatte eine Durchmesser von 72 Metern und war mit 2200 Glühbirnen bestückt. Es ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt geblieben.

1939

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wird die Produktion der Chemieindustrie den Zielen der Kriegsführung untergeordnet. Zwangsarbeiter vor allem aus Osteuropa wurden in vielen Betrieben eingesetzt, auch in Leverkusen.

1951

Bayer wird nach der Zerschlagung der IG Farben neu gegründet und Ulrich Haberland der erste Vorstandsvorsitzende.

1978

Bayer übernimmt das US-Unternehmen Miles, das nach dem Rückerwerb der Markenrechte in den USA 1995 in Bayer Corporation umbenannt wird.

2001

Bayer nimmt den Blutfettsenker Lipobay vom Markt, was den Konzern in eine tief Krise stürzt. Im gleichen Jahr erfolgt der Erwerb des Pflanzenschutzgeschäftes Aventis CropScience.

2005

Bayer löst das Chemie- und Teile des Kunststoffgeschäftes aus dem Konzern und bringt ihn als Lanxess AG an die Börse.

2006

Der Erwerb des Berliner Pharmaunternehmens Schering für rund 17 Milliarden Euro ist der teuerste Zukauf der Firmengeschichte.

2010

Marijn Dekkers wird Vorstandsvorsitzender. Der Niederländer mit amerikanischem Pass ist der erste externe Manager an der Spitze des Konzerns.

Bayer arbeitet bei dem Medikament mit der US-Pharmafirma Onyx zusammen. Darmkrebs ist in Japan weit verbreitet. Dort ist die Krankheit die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Pro Jahr werden rund 100.000 neue Fälle diagnostiziert. Rund 40.000 Menschen sterben jedes Jahr daran.

Von

rtr

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