Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2013

14:19 Uhr

Kredit-Streit

Bundesregierung will Gespräche mit Airbus weiterführen

Deutschland strebt im Streit mit Airbus um ein Darlehen eine vernünftige Lösung an. Der Flugzeugbauer müsse sich aber an die Regeln halten, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Airbus reagiert mit einer Warnung.

Eine A350-Maschine von Airbus. Der Flugzeugbauer streitet sich mit Deutschland über einen Kredit für die Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs. Reuters

Eine A350-Maschine von Airbus. Der Flugzeugbauer streitet sich mit Deutschland über einen Kredit für die Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs.

BerlinDeutschland ist im Streit mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus über einen Kredit für die Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs A350 weiter zu Gesprächen bereit. Die Ankündigung von Airbus, über die Auszahlung des Darlehensteils von gut 600 Millionen Euro nicht länger verhandeln zu wollen, nannte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Freitag in Berlin nicht nachvollziehbar: „Wir gehen davon aus, dass eine konstruktive Lösung möglich ist.“ In den laufenden Gesprächen habe es bereits eine deutliche inhaltliche Annäherung gegeben.

Bei der noch ausstehenden Darlehenssumme handele es sich um Steuergelder. Die Auszahlung könne daher nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen. „Für Airbus gelten die gleichen Kreditregeln wie für alle anderen Kreditnehmer öffentlicher Gelder auch“, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Dazu gehöre, dass die Vereinbarungen umfassend eingehalten werden. Airbus habe zugesagt, Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Deutschland zu stärken. Hier würden konkrete Vorschläge und deren Umsetzung erwartet.

Deutschland ist neben Frankreich Großaktionär von Airbus. Über die Auszahlung der Schlussrate wird seit langem gestritten. Die Zeitung „Die Welt“ hatte berichtet, das Tochterunternehmen des europäischen Luft- und Raumfahrtskonzerns EADS sehe die Gespräche über das Entwicklungsdarlehen als endgültig gescheitert an. Darüber seien auch die Bundesländer mit Standorten informiert worden. Airbus warne vor Konsequenzen für Standorte und Beschäftigte.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

orakel

30.08.2013, 15:14 Uhr

"Airbus warne vor Konsequenzen für Standort und Beschäftigte"

Vielleicht war die Reduzierung des Staatsanteils doch ein Fehler.
Dann würden solche Erpressermehthoden im Streit um die Auszahlung der Schlußrate des Kredites nicht möglich sein.

Deutschland wird hier gewaltig über den Tisch gezogen.

Scheinbar will die Firmenführung alle wichtigen Teilbereiche sukssive nach Frankreich verlagern.

wie es zb. mit der Übersiedelung der Konzernzentral nach Toul. Fr. bereits geschieht.

Jetzt ist offenbar Forschung und Entwicklung dran.

Wer schützt das Volk vor einer unfähigen Regierung, die so etwas zuläßt?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×