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16.01.2013

09:22 Uhr

Krise

Autoabsatz in der EU fällt auf niedrigsten Stand seit 1995

Der Autoabsatz in der EU ist 2012 um 8,2 Prozent gesunken. Es war das schlechteste Jahr seit 1995. Damit setzt sich die Krise auf dem Automarkt fort.

Zugeschneite Neuwagen für den Export auf dem Logport-Gelände in Duisburg. dpa

Zugeschneite Neuwagen für den Export auf dem Logport-Gelände in Duisburg.

FrankfurtDie Krise auf dem europäischen Automarkt hat sich weiter verschärft. Im Dezember fielen die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 16,3 Prozent auf knapp 800.000 Fahrzeuge, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch mitteilte. Im gesamten Jahr 2012 sanken die Autoverkäufe in Europa um 8,2 Prozent auf zwölf Millionen Wagen. Damit war es das schlechteste Jahr seit 1995. Bis auf Großbritannien schrumpften alle großen Märkte.

Besonders die Automärkte in den südeuropäischen Krisenstaaten brachen 2012 ein. So sackten die Verkaufszahlen in Griechenland um 40 Prozent ab. In Spanien gab es ein Minus von 13,4 Prozent. In Italien fiel der Absatz den Angaben zufolge um fast ein Fünftel. Dagegen hielt sich der Rückgang in Deutschland mit einem Minus von 2,9 Prozent in Grenzen. In Großbritannien legte der Absatz sogar um 5,3 Prozent zu.

Kommentare (3)

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oedipus

16.01.2013, 10:30 Uhr

die autos werden immer kundenfeindlicher gebaut.Ist doch kein wunder, wenn zum wechsel einer Glühbirne man in die werkstatt muß.

Habnix

16.01.2013, 10:34 Uhr

Wie kann das sein, dürfen die wieder in der Innenstadt von London herumfahren ?

Norbert

16.01.2013, 14:53 Uhr

Die Autobauer haben die Krise selbst verursacht. Die fehlerhafte Preispolitik die überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat, rächt sich nun. Die Tatsache ist: für die meisten Menschen ist ein eigenes Auto einfach zu teuer. Wer nach Fahrzeugen sucht, stellt fest, dass auch die Gebrauchtwagen alle überteuert sind. Das ist bei den Neuwagen nicht anders. So kostet ein neuer Kleinstwagen aus Wolfsburg (!) 15.000 Euro, also 30.000 DM. Als wäre das nicht schon schlimm genug, zu den Anschaffungskosten kommen auch noch Unterhaltskosten. TÜV, Wartung, Versicherung, Sprit und KFZ-Steuer sorgen dafür, dass vom Gehalt fast ein Drittel für das Auto ausgegeben wird. Somit ist das Automobil ein Luxus geworden. Die jüngeren Generationen können sich auch kein Auto leisten, den kaum jemand verfügt über eigene finanzielle Mittel um ein Fahrzeug zu kaufen. Das wird zu einer Verschärfung der Absatzkrise führen.

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