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25.05.2011

11:04 Uhr

Krise in der Druckbranche

König & Bauer will bis zu 700 Stellen kürzen

Weniger Auflage: Der Druckmaschinenhersteller KBA will bis zu 700 Stellen abbauen. Grund ist die rückläufige Nachfrage nach Printmedien, die sich auch nach der Wirtschaftskrise bislang nicht erholt hat.

Hochtechnisiert, tief in der Krise: KBA streicht im großen Stil Stellen. Quelle: dpa

Hochtechnisiert, tief in der Krise: KBA streicht im großen Stil Stellen.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer erwägt wegen der rückläufigen Nachfrage nach Printmedien mehr Stellen zu streichen als bisher geplant. "Wir prüfen den Abbau von etwa 700 Stellen, weil sich der Markt für Rollendruckmaschinen nach der Wirtschaftskrise nicht so stark erholt hat wie erwartet", sagte ein Firmensprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Bisher hatte das Unternehmen lediglich die Streichung von 250 bis 300 Stellen in einem Werk in Frankenthal geplant. Nun sollen möglicherweise in Würzburg und Trennfeld rund 400 weitere Arbeitsplätze wegfallen, sagte der Sprecher.

Insgesamt würde bei Koenig & Bauer mit derzeit 6400 Mitarbeitern damit fast jede neunte Stelle gestrichen. Derzeit liefen Verhandlungen mit den Gewerkschaften, fügte der Sprecher hinzu.

Dem Konzern macht der Wandel in der Medienbranche hin zu Onlineangeboten und Taschencomputer zu schaffen, in deren Folge die Nachfrage nach Druckmaschinen für Zeitungen und Kataloge zurückgeht. Konkurrent Heidelberger Druck hatte bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut.

Die Entwicklung ist längst dramatisch: Das jährliche Marktvolumen für Rollenoffsetdruckmaschinen hat sich nach Berechnung von Koenig & Bauer seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 mehr als halbiert auf deutlich unter eine Milliarde Euro. "Auch mittelfristig wird von keiner wesentlichen Erholung ausgegangen", erklärte das Unternehmen. Um trotzdem wettbewerbsfähig zu blieben, sei eine weitere Reduzierung der Kapazitäten unumgänglich.

Von

rtr

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