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14.08.2014

13:58 Uhr

Krise in der Ukraine

DIHK senkt Prognose für deutsche Exporte

Das deutsche Export-Geschäft soll nach Aussage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages steigen – aber langsamer als bisher prognostiziert. Grund dafür ist die Krise in der Ukraine.

Der politische Konflikt um Russland und Ukraine soll sich auf die Exportzahlen der Exporteure – hier Hapag-Lloyd im Hamburger Hafen – auswirken. dpa

Der politische Konflikt um Russland und Ukraine soll sich auf die Exportzahlen der Exporteure – hier Hapag-Lloyd im Hamburger Hafen – auswirken.

BerlinDie deutsche Wirtschaft rechnet wegen der Ukraine-Krise mit deutlicheren Bremsspuren bei den Exporten als bislang gedacht. Die Ausfuhren werden im Gesamtjahr 2014 um bestenfalls 3,5 Prozent steigen, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag in Berlin voraussagte. Anfang des Jahres hatte der DIHK mit 4,5 Prozent und im Mai immerhin noch mit 4,0 Prozent gerechnet.

„Wir sind auf einem gefährlichen Pfad“, sagte Außenwirtschaftschef Volker Treier. Sollte sich der Konflikt zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine weiter verschärfen, sei auch die gekürzte Prognose nicht zu halten. Die Exporteure würden schon so rund elf Milliarden Euro weniger umsetzen als zuvor angenommen. Zudem seien 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.

Das Wachstum werde dieses Jahr eher bei 1,5 als den bislang erwarteten 2,0 Prozent liegen, ergänzte Treier. Deutschlands Wirtschaft ist im zweiten Quartal überraschend geschrumpft. Neben der Ukraine-Krise wirke sich auch die schlechtere Lage in einer Reihe von Schwellenländern aus - etwa der Türkei, Südafrika oder Indonesien. Hier mache sich der Abzug internationalen Kapitals bemerkbar, nachdem die US-Notenbank einen Kurswechsel eingeleitet habe und Anlagen in den USA sich wieder stärker lohnten. „Alles in allem ist auch der Aufschwung der Weltwirtschaft vertagt“, sagte DIHK-Experte Treier.

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Er verwies zudem darauf, dass die russische Wirtschaft in diesem Jahr allenfalls stagnieren werde und die Ukraine einen Einbruch von etwa sieben Prozent zu verkraften habe.

Sollten sich die Krisen in der Welt - auch im Nahen Osten und dem Irak - nicht zuspitzen, sei immerhin Besserung für 2015 in Sicht: Die Exporte könnten dann ein Plus von rund fünf Prozent verzeichnen. Dieses würde allerdings noch unter dem Durchschnitt seit der Wiedervereinigung von jährlich rund sechs Prozent liegen, so Treier. Italien sei derzeit in der Rezession. „Frankreich bleibt abermals unter seinen Möglichkeiten.“ Der Nachbar ist wichtigster Abnehmer deutscher Produkte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.08.2014, 12:54 Uhr

Müssen wir halt mal wieder etwas die Statistik zum Jahresende fälschen....wie beim BIP nehmen wir halt auch bei der Exportstatistik die organisierte Kriminalität und die Prostitution wie auch Schmuggler Dienstleistung mit auf.
Die Verarschung des Bürger mit getürkten und Bürokratischen Statistiken geht munter weiter und bringt immer neue Phantasie Basiswerte zum vorschein. Mehr Schein als Sein diese EU-Deutschland Wirtschaft.

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