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29.10.2011

12:08 Uhr

Krisen-Angst

Gewappnet für den großen Knall

VonKarin Finkenzeller, Thomas Fischermann, Kolja Rudzio, Mark Schieritz
Quelle:Zeit Online

Kommt die europäische Wirtschaftskrise jetzt auch bei deutschen Unternehmen und ihren Mitarbeitern an? Das ist erstaunlich umstritten. Wie Optimisten und Propheten des Untergangs um die Deutungshoheit kämpfen.

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen: Kommt die Krise - oder kommt sie nicht? dpa

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen: Kommt die Krise - oder kommt sie nicht?

Man kann die Sache mit der Konjunktur so sehen wie Nicola Leibinger-Kammüller. Die 51-jährige Unternehmerin aus dem schwäbischen Ditzingen hat es sich „abgewöhnt“, an Prognosen zu glauben. Sie sagt, sie kenne all die Zahlen, die Wirtschaftsforscher und Konjunkturexperten vorlegen, doch mit ihren eigenen Erfahrungen deckten sich diese „nur zum Teil“. Ihr eigenes Unternehmen, der Maschinenbau- und Lasertechnikspezialist Trumpf, befinde sich jedenfalls auf klarem Wachstumskurs.

Hat die Frau da vielleicht etwas nicht mitbekommen? Seit Wochen deuten die Konjunkturprognosen auf einen deutlichen Abschwung hin - in Europa insgesamt und speziell in Deutschland. 2010 wuchs die deutsche Wirtschaft um 3,9 Prozent, 2011 werden es wohl immerhin noch rund drei Prozent, aber 2012 soll Schluss sein mit der Erfolgssträhne.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute urteilten Mitte Oktober in ihrem gemeinsamen Herbstgutachten: 2012 sei bloß noch mit 0,8 Prozent Wachstum zu rechnen, und zwar besonders wegen der Euro-Krise, denn „die stark erhöhte Unsicherheit wird die wirtschaftliche Nachfrage dämpfen“. Laut Geschäftsklimaindex des Münchner ifo Instituts, für den regelmäßig mehrere Tausend Unternehmen befragt werden, sind jetzt acht Monate hintereinander die Erwartungen an die Zukunft gefallen. Bei der Deutschen Bank heißt es: „Wir bleiben bei unserer Ansicht, dass die Wirtschaft auf eine Stagnation zusteuert oder vielleicht sogar eine Rezession im Winterhalbjahr.“

Viel davon hat mit der Angst vor einem neuen großen Knall zu tun. Die Konjunktur der USA hat sich zwar wieder ein bisschen berappelt, aber zugleich wachsen dort die Sorgen um weitere schlummernde Bomben am Finanzmarkt. Dazu kommt die Verunsicherung über den Zusammenhalt der Euro-Zone. In den meisten Konjunkturprognosen dieser Tage steht gegen Ende eine Art Absicherungssatz: Wenn die Euro-Krise nicht bald gelöst werde, dann könne der Absturz noch viel schlimmer ausfallen als prognostiziert. Man garantiere da für nichts.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

29.10.2011, 13:46 Uhr

Endlos kann man solche Betrachtungen anstellen. Die Praxis ist immer anders.
Man braucxht nur zurückdenken, wer hatt die Finanzkrise vorhergesehen, kaum jemand populärer, wer hat den rasanten Aufschwung danach vorhergesehen, ich kenne niemand, wer will prognostizieren wie es weitergeht viele tun dies. Manch einer wird es vielleicht sogar treffen - aber wer?
So viele Expertenmeinungen habe ich gehört, kaum eine war zutreffend. Ich bin es müde hier orakelnden Experten zuzuhören, es bringt nicht wirklich etwas in der Beeurteilung der Zukunft. Ich halte es wie die Frau Unternehmerin am Anfang des Artikels, ich bilde mir meine eigene Meinung, sie ist genau so viuel wert wie die von Experten. Auf andere verlassen in der Wirtschaft oder gar Bankberatern zu folgen haben ich mir lange abgewöhnt und fahre sehr gut damit.

Account gelöscht!

29.10.2011, 15:33 Uhr

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Ganz genau,
alles bleibt so schön wie in den früheren Jahrmillionen.
Wer kann schon wissen wie sich etwas, daß sich seit jahrmillionern bewährt hat, plötzlich im nächsten Jahr zuende sein soll.

Ich hab die Haare schön.....
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Account gelöscht!

29.10.2011, 15:36 Uhr

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Wie sagt Frau Merkel,

wir haben Neuland betreten ........ hahaahaaa.............
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