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14.04.2011

21:52 Uhr

Kritik an Kernkraft

Solarworld greift RWE mit Plakaten an

ExklusivDer Streit um die Energiewende wird immer persönlicher. Nun greift der Solarhersteller Solarworld den Energieriesen RWE an und fordert die Kunden zum Wechsel zur Sonnenenergie auf.

Der Chef der SolarWorld AG, Frank Asbeck, greift den Energieriesen RWE scharf an. Quelle: ZB

Der Chef der SolarWorld AG, Frank Asbeck, greift den Energieriesen RWE scharf an.

Düsseldorf„Das RWE-Management ignoriert, dass ein Paradigmenwechsel stattfindet“, kritisierte Solarworld-Chef Frank Asbeck im Gespräch mit dem Handelsblatt. Für seine Kritik an RWE-Chef Jürgen Großmann und seinem Team greift er zu ungewöhnlichen Mitteln. Im Versorgungsgebiet des Atomkraftwerksbetreibers (NRW, Hessen, Bayern) lässt Asbeck ab diesem Freitag flächendeckend Plakate kleben, mit denen die Kunden von RWE zum Wechsel aufgefordert werden. Aus dem RWE-Werbespruch „VoRWEggehen“, der Großmann zugeschrieben wird, machte Asbeck eigenhändig „WEGGEHEN“.

RWE sei der einzige der vier großen Versorger, der nicht erkannt habe, dass die Zeit der Kernkraft vorbei sei, sagte Asbeck. Bei EnBW, Vattenfall und Eon gebe es ein Umdenken. RWE klagt als einziger Konzern gegen das von der Bundesregierung erlassene Moratorium, das eine dreimonatige Stilllegung der ältesten deutschen Atommeiler vorsieht. „Die Kunden können nun mit den Füßen abstimmen und auf Solarenergie umschalten“, sagte Asbeck.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte RWE-Chef Großmann selbst für mächtig Wirbel in der Öffentlichkeit gesorgt. Er ließ zwar keine Plakate kleben. Aber er schaltete gemeinsam mit vielen Managern ganzseitige Anzeigen in großen deutschen Zeitungen. In dem „energiepolitischen Appell“ forderten sie „Mut und Realismus für Deutschlands Energiezukunft“. Als Negativbeispiele nannten sie die geplante Brennelementesteuer sowie eine steigende Ökosteuer.

Kommentare (6)

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Alfred_H

15.04.2011, 06:54 Uhr

Was für eine blamamable Aktion. Die Sache hat nur ein Ziel. Den Multimillionär Asbeck noch reicher zu machen. Er selber kackt nämlich einen dicken Haufen auf die Umwelt. Angesprochen auf seinen 400 PS-Maserati sagte er mal, dass er den Wagen fährt um möglichst viel fossilen Brennstoff zu verbrauchen, damit die Erde sauber wird und endlich nur noch sogenannte erneuerbare Energien genutzt werden. Der Typ steht nicht für die Rettung der Welt, sondern für "Ich will alles". Aber es wird genug Verblödete geben, die das auch noch gut finden.

Kowalski

15.04.2011, 09:05 Uhr

Stupide und peinlich.
Es ist erstaunlich welche abwegigen Argumente viele Mitmenschen begierig aufnehmen sofern es der richtigen Ideologie entspricht.
Vermutlich macht sich der studierte Landwirt und bekennende Legastheniker Flassbeck, lustig über die Menschen, die seinen Argumenten Glauben schenken und ihm die Kasse füllen. Denn sein Geschäftsmodell ist die Geldumschichtung! Ohne die sinnlosen Subventionen des EEG würden solche Sogenannten Unternehmer nicht mal das Salz in der Suppe verdienen.

Account gelöscht!

15.04.2011, 09:47 Uhr

Nachdem RWE soviel (Werbe-)Geld in die unsachliche Desinformation der Öffentlichkeit gesteckt hat, braucht sich Herr Großmann nicht zu wundern, dass seinem Konzern der Wind besonders stark ins Gesicht bläst. Nicht zuletzt dank der auf youtube kommentierten RWE-Werbevideos lassen sich Menschen zunehmend schwerer für dumm verkaufen. Das hohe Ansehen, dass sich Herr Großmann als CEO bei GM-Hütte erworben hat, ist mehr als verspielt.

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