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26.07.2012

21:22 Uhr

K+S Konkurrent

Potash muss nach Gewinneinbruch Ziele senken

Der Gewinn des Branchenführers bei Düngemitteln Potash ist im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen. Für den Konkurrenten K+S sind das gute Nachrichten: Der Dax-Konzern rechnet mit einer steigenden Nachfrage.

Potash ist Weltmarktführer unter den Düngemittelherstellern. Reuters

Potash ist Weltmarktführer unter den Düngemittelherstellern.

Toronto/FrankfurtAbschreibungen in China machen dem weltgrößten Düngemittelherstellers Potash zu schaffen. Nach einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal senkte der kanadische Konzern am Donnerstag auch seine Ziele für das Gesamtjahr. Die Nachfrage nach Kali-Düngemittel zog nach einem schwachen Jahresstart dagegen deutlich an. Für den deutschen Konkurrenten K+S sind das gute Nachrichten. „Die Zahlen von Potash zeigen, dass die Nachfrage der Landwirte deutlich angezogen hat", sagt Analyst Heinz Müller von der DZ Bank.

Viele Landwirte hatten sich wegen der unklaren Konjunkturaussichten Ende 2011 und Anfang 2012 mit Bestellungen zurückgehalten. Der Dax-Konzern aus Kassel, der am 14. August seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegt, hat sich jedoch bereits im Mai zuversichtlich geäußert, dass die Nachfrage im Jahresverlauf wieder anzieht. Diese Hoffnung scheint sich nun zu erfüllen. „Die Ergebnisse sind mit Blick auf K+S hervorragend", sagte Analyst Müller. K+S-Aktien gewannen knapp zwei Prozent.

Am Aktienmarkt zählt die Düngemittelbranche zu den wenigen Sektoren, die sich im zurückliegenden Monat positiv entwickelt haben. Eine extreme Dürre drückt in den USA und anderen wichtigen Getreide-Anbauregionen derzeit zwar etwas auf den Düngemittelabsatz. Durch die Ernteausfälle schießen die Preise für Agrarrohstoffe allerdings durch die Decke, was für Bauern und Düngemittelhersteller gute Nachrichten sind. Potash erklärte, der Konzern rechne wegen der Ernteausfälle damit, dass die Landwirte im nächsten Jahr mehr Düngemittel einsetzen um ihre Erträge zu maximieren.

Derzeit ist bei Potash von Feierstimmung allerdings noch nichts zu spüren. Der Überschuss schrumpfte im zweiten Quartal um 38 Prozent auf 522 Millionen Dollar. Hauptgrund ist eine Wertberichtigung über 341 Millionen Dollar auf eine Beteiligung am chinesischen Sinofert -Konzern. Potash ist an mehreren Düngemittelherstellern rund um den Globus beteilig. Auch das Phosphat-Geschäft lief schlechter als erwartet.

Im laufenden Jahr rechnet Potash nun nur noch mit einem Gewinn von 2,80 bis 3,20 Dollar je Aktie. Bisher hatte das Unternehmen 3,20 bis 3,60 Dollar in Aussicht gestellt. Analysten hatten im Schnitt mit 3,47 Dollar je Aktie gerechnet.

Von

rtr

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