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12.04.2016

12:29 Uhr

Künftiger Bayer-Chef Baumann

Nicht der Revoluzzer-Typ

VonBert Fröndhoff, Siegfried Hofmann

Am 1. Mai wird Werner Baumann neuer Chef der Bayer AG. Er setzt auf Evolution statt Revolution, hat aber ambitionierte Ziele: Im Pflanzenschutz will er den Konzern an die Weltspitze führen und Syngenta abhängen.

Der bisherige Strategievorstand wird Nachfolger des scheidenden Bayer-Chefs Marijn Dekkers. AP

Werner Baumann

Der bisherige Strategievorstand wird Nachfolger des scheidenden Bayer-Chefs Marijn Dekkers.

LeverkusenEnde April steht der große Führungswechsel bei Bayer an. Werner Baumann übernimmt dann die Führung als Nachfolger des bisherigen Chefs Marijn Dekkers. Der Niederländer hat Bayer in den vergangenen fünf Jahren zu einem der erfolgreichsten Player in der Pharmaindustrie und in der Agrochemie gemacht. Daran wird der bisherige Strategievorstand Baumann anknüpfen.

Bei seinem ersten offiziellen Auftritt vor Journalisten machte der 53-Jährige klar: Große strategische Veränderungen werden mit dem Wechsel an der Spitze nicht einhergehen. „Sie sollten nicht davon ausgehen, dass sich Bayer auf einmal in eine andere Richtung entwickelt“, sagte Baumann. Es gelte vielmehr weiter die Devise: Evolution statt Revolution.

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Dem künftigen Bayer-Chef mangelt es aber nicht an Ambitionen. Baumann machte deutlich, dass er Bayer entlang der bisherigen Strategie auf breiter Front als Gesundheits- und Life-Science-Konzern voranbringen will. Dabei steht nicht nur die derzeit besonders wachstumsstarke Pharmasparte im Blickfeld, die dank mehrerer erfolgreicher Neuentwicklungen in den letzten Jahren jeweils zweistellig zulegte. Auch bei rezeptfreien Gesundheitsprodukten (OTC) und der kleineren Sparte Animal Health (Tierarzneien) setzt der designierte Bayer-Chef offenbar auf Expansion.

Ein konkretes Ziel verfolgt Baumann im chemischen Pflanzenschutz, also im Verkauf von Mitteln gegen Unkraut und Pilz- und Insektenbefall. Bis Ende des Jahrzehnts soll Bayer darin der weltweit führende Anbieter werden und und damit den aktuellen Marktführer Syngenta überrunden. Dahinter steckt auch die Botschaft: Bayer wird sich nicht von der Agrarchemie trennen, wie zuletzt am Finanzmarkt spekuliert wurde.

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