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14.10.2012

22:42 Uhr

Kürzung für S-Klasse

Streit mit Daimler-Betriebsrat wird schärfer

Eine „Rambo-Politik“ könne man an der Konzernspitze nicht gebrauchen, sagte Daimler-Aufsichtsrat Jörg Hofmann. Nun kontert Personalvorstand Wilfried Porth. Mit solcher Stimmungsmache disqualifiziere man sich selber.

Karosserien der Mercedes-Benz S-Klasse. dapd

Karosserien der Mercedes-Benz S-Klasse.

StuttgartDer Streit bei Daimler um Produktionskürzungen für die Mercedes-S-Klasse verschärft sich. „Notwendige Diskussionen über längst bewährte Flexibilitätsinstrumente als Rambo-Methoden zu bezeichnen, ist reine Stimmungsmache, mit der man sich selbst disqualifiziert“, sagte der Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Porth reagierte damit auf Äußerungen von Betriebsräten und Gewerkschaftern.

Den Begriff „Rambo-Politik“ hatte Jörg Hofmann am Freitag verwendet. Hofmann ist baden-württembergischer IG-Metall-Chef und auch Mitglied des Aufsichtsrats der Daimler AG. „Wir können an der Spitze dieses Konzerns keine Rambo-Politik gegenüber den Beschäftigten und Belegschaftsvertretungen akzeptieren“, hatte Hofmann nach einer hitzigen Belegschaftsversammlung im Mercedes-Werk Sindelfingen gesagt. „Wer bei so einem Vorgehen noch motivierte Mitarbeiter erwartet, sollte dringend einen Kurs für erfolgreiche Personalführung besuchen.“

Ausgangspunkt des Streits ist der bevorstehende Modellwechsel für die Mercedes S-Klasse im nächsten Jahr. Weil typischerweise in den Monaten davor die Nachfrage sinkt, möchte Daimler die Produktion einstweilen auf einen Einschichtbetrieb umstellen, und auf diese Weise rund 50 000 Autos weniger bauen. Entsprechend würden die Mitarbeiter Minus-Stunden auf ihren Zeitkonten anhäufen.

Der Autobauer hat laut einem Zeitungsbericht in seinem Werk in Stuttgart-Untertürkheim die Verträge von rund 300 der insgesamt etwa 720 Leiharbeiter nicht verlängert. Das Unternehmen habe Sparmaßnahmen als Begründung genannt, berichten die „Stuttgarter Nachrichten“ unter Berufung auf Betriebsratskreise. Daimler wollte den Bericht am Wochenende nicht kommentieren.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Alternativlos

15.10.2012, 09:13 Uhr

Produktionskürzungen sind alternativlos - aufgrund vieler Ladenhüter und schlechten Management - es wird nicht dabei bleiben _MB steckt in der Sc.....e - natürlich auch zu eienem großen Teil selbstverschuldet

Renter44

15.10.2012, 10:11 Uhr

ha ha ha !! Bei diesen "Minigehälter" und "mickrigen" Sozialleistungen die Daimler an seine Mitarbeiter bezahlt - um den Hartz IV Satz herrum - fehlte mir auch die Motivation für Daimler zu arbeiten. Jener Herr Hofmann von der Gewerkschaft der Linken, ist ein richtiger Schelm und Spaßmacher.Seine Versorgungsbezüge und sein Gehalt wird hoffentlich gesichert sein.

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