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11.02.2015

08:24 Uhr

Kuka

Roboterbauer macht überraschend viel Gewinn

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat 2014 trotz teurer Zukäufe überraschend viel Gewinn eingefahren. Sowohl die Geschäfte mit einzelnen Produktionsrobotern als auch mit Fertigungsanlagen liefen besser.

Kuka hat den Gewinn überraschend stark gesteigert. dpa

Gefragte Roboter

Kuka hat den Gewinn überraschend stark gesteigert.

MünchenDer Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat 2014 trotz teurer Zukäufe samt Sanierungskosten überraschend viel Gewinn eingefahren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte laut vorläufigen Zahlen von Mittwoch um 17,9 Prozent auf den Rekordwert von 142 Millionen Euro. Die Gewinnspanne (Ebit-Marge) hielten die Augsburger bei 6,8 Prozent wie im Jahr zuvor - noch im Spätherbst waren sie von einem Rückgang auf 6,5 Prozent ausgegangen. Analysten hatten deshalb im Schnitt mit 135 Millionen Euro Gewinn gerechnet.

Sowohl die Geschäfte mit einzelnen Produktionsrobotern als auch mit Fertigungsanlagen liefen laut Kuka besser. Der Umsatz zog auf knapp 2,1 Milliarden Euro an, was einem Plus von 18,1 Prozent entspricht. Lässt man die zugekauften Firmen außen vor, betrug der Anstieg 10,4 Prozent.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Die Augsburger wollen sich unabhängiger von der Autoindustrie machen und waren dafür 2014 auf Einkaufstour gegangen. Unter anderem übernahm Kuka den defizitären Industrieroboterhersteller Reis aus der Nähe von Aschaffenburg übernommen und steckte Millionen in Sanierung und Stellenabbau. Außerdem kaufte Kuka in Frankreich und der Schweiz ein. Die französische Automatisierungsfirma Alema etwa stellt Roboter für das Bohren und Nieten von Flugzeugteilen her. Die Logistikfirma Swisslog ist spezialisiert auf die Automatisierung von Warenlagern oder Krankenhausapotheken.

Noch macht Kuka aber den Löwenanteil seines Geschäfts mit der Autoindustrie. Größte Kunden sind bislang VW, Daimler oder BMW. Fiat Chrysler erteilte vor kurzem einen Großauftrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich, wie Kuka weiter mitteilte. Im vergangenen Jahr legten die Neubestellungen um 18,4 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu, auch dank Reis und Alema. Für Schub sorgten vor allem Großaufträge aus der Auto- und Flugzeugindustrie.

Von

rtr

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