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07.11.2012

13:25 Uhr

Kunststoffteile-Hersteller

Balda sucht neue Aktionäre

Seit Jahren kämpft Kunststoffteile-Produzent Balda mit Verlusten. Der Konzern sucht daher langfristig interessierte Anteilseigner. Balda steht zudem in Verhandlungen über Zukäufe.

Der Sitz der Balda AG in Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. dpa

Der Sitz der Balda AG in Bad Oeynhausen-Wulferdingsen.

DüsseldorfDer seit Jahren mit Verlusten kämpfende Kunststoffteile-Hersteller Balda sucht neue Anteilseigner. Das Management führe Gespräche mit potenziellen Investoren, die ein langfristiges Interesse an Balda hätten, sagte Firmenchef Dominik Müser am Mittwoch auf der Hauptversammlung laut Redetext.

Es sei kein Geheimnis, „dass unser derzeitiger Aktionärskreis auch Aktionäre umfasst, die die Attraktivität von Balda eher aus der außergewöhnlich hohen Liquidität unseres Konzerns und der Chance auf Sonderdividenden ableiten.“ Müser bekräftigte zudem, „zeitnah“ erste Ergebnisse über die Kaufverhandlungen in Nordamerika und Europa zu liefern. Er sei optimistisch, „noch in diesem Jahr den ersten Zukauf vermelden zu können.“

Das Balda-Management hatte sich in der Vergangenheit einen erbitterten Streit mit Großaktionär Octavian geliefert, der dem Aufsichtsrat vorwarf, nicht im Interesse der Anteilseigner zu handeln. Der New Yorker Investor drängte auf den gewinnträchtigen und mehrfach verschobenen Verkauf der Balda-Anteile am malaysischen Touchscreen-Hersteller TPK. Letztendlich trennte sich Balda in zwei Schritten von seinen TPK-Anteilen, was der Firma insgesamt 392 Millionen Euro in die Kassen spülte. Über Sonderdividenden erhalten die Aktionäre insgesamt 194 Millionen Euro davon.

„Wir müssen uns allerdings darüber klar sein, dass wir durch die Ausschüttung von Sonderdividenden für Sie als Aktionäre keinen Wert schaffen, weil die Dividende einfach vom Aktienkurs abgezogen wird“, betonte Müser. Er versprach den Aktionären, in der Zukunft durch Investitionen und Verlässlichkeit das Image und den Wert der vor über 100 Jahren gegründeten Firma zu verbessern. Müser will durch Akquisitionen den Umsatz der Medizintechnik „zügig“ auf 100 von derzeit 40 Millionen Euro ausbauen.

Von

rtr

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