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03.10.2014

03:07 Uhr

Kurzschlussgefahr

General Motors ruft mehr als 117.000 Wagen zurück

Erneut ruft der amerikanische Autobauer General Motors Wagen zurück. Eine Kurzschlussgefahr besteht bei mehr als 117.000 Autos der Marken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC-Trucks aus dem Modelljahr 2013 bis 2014.

General Motors kommt nicht zur Ruhe: Erneut ruft die Opel-Mutter Wagen in die Werkstätten zurückrufen - dieses Mal besteht im Fahrgestell Kurzschlussgefahr. AFP

General Motors kommt nicht zur Ruhe: Erneut ruft die Opel-Mutter Wagen in die Werkstätten zurückrufen - dieses Mal besteht im Fahrgestell Kurzschlussgefahr.

Die Rückrufserie bei Amerikas größtem Autobauer General Motors reißt nicht ab. Die Opel-Mutter habe insgesamt 117.651 Fahrzeuge in den USA, Kanada und Mexiko in die Werkstätten beordert, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstagabend (Ortszeit).

Betroffen seien Wagen der Marken Chevrolet, Cadillac und Buick sowie GMC-Trucks aus dem Modelljahr 2013 bis 2014. Ausnahmsweise liegt das Problem nicht in defekten Zündschlössern, wegen denen GM in diesem Jahr bereits etliche Millionen an Autos zurückrufen musste.

Das Rückruf-Debakel von General Motors

13. Februar 2014

GM ruft in Nordamerika die ersten 778.000 Wagen wegen Problemen mit den Zündschlössern zurück. Der Schlüssel kann bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen. GM berichtet von sechs Toten bei Unfällen.

25. Februar 2014

GM weitet den Rückruf auf weltweit 1,6 Millionen ältere Wagen aus. In Europa sind einige Tausend Roadster Opel GT betroffen. Das Unternehmen räumt erste Versäumnisse ein. Nun ist die Rede von 13 Unfalltoten. Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

12. März 2014

Aus internen Vermerken geht hervor, dass GM-Ingenieure schon 2001 während der Fahrzeugentwicklung über Probleme mit den Zündschlössern berichteten.

6. März 2014

Barra leitet eine interne Untersuchung ein. Zuvor war bekanntgeworden, dass die US-Sicherheitsbehörde NHTSA überprüft, ob GM den Rückruf verschleppt hat. In US-Medien häufen sich Geschichten von Unfallopfern.

17. März 2014

GM ruft weitere Autos wegen anderer Defekte zurück, etwa wegen Airbag-Ausfällen. Auch aktuelle Modelle sind nun betroffen. Wegen der Zündschlösser gehen die ersten Klagen von Unfallopfern und Autobesitzern ein, die den Wert ihrer Wagen geschmälert sehen.

19. März 2014

Die US-Regierung bestraft Toyota wegen der Pannenserie 2009/2010. Die Japaner müssen 1,2 Milliarden Dollar zahlen. Auch hier lautet der Vorwurf, der Konzern habe die Probleme zunächst vertuscht.

29. März 2014

GM ruft nun auch 1 Million Fahrzeuge neuerer Baujahre wegen der defekten Zündschlösser zurück. Damit steigt die Gesamtzahl für diesen Defekt auf 2,6 Millionen.

31. März 2014

Der nächste Ruf startet wegen ausfallender Servolenkungen. GM beordert nun wegen diverser Mängel insgesamt 6,3 Millionen Wagen in die Werkstätten. Die Kosten schnellen auf 750 Millionen Dollar hoch, später veranschlagt das Unternehmen 1,3 Milliarden Dollar.

2. April 2014

Bei zwei Anhörungen im US-Kongress wird Barra scharf angegangen. Antworten auf die Kernfrage, warum GM so lange mit dem Rückruf der Zündschlösser zögerte, hat sie jedoch nicht.

10. April 2014

GM beurlaubt zwei Ingenieure wegen der Zündschlösser. Zwei Wochen später wird die Entwicklungsabteilung umgebaut und deren Chef scheidet aus. Zwischenzeitlich gehen auch die Personalchefin und der Kommunikationschef.

23. April 2014

GM erklärt, die ersten Ersatzteilpakete mit Zündschlössern versandt zu haben. Nun starten die Reparaturen.

30. Juni 2014

Ein weiterer Rückruf betrifft 8,4 Millionen Wagen weltweit, die meisten davon in den USA. GM zufolge hätten diverse Wagen Defekte. „Unsere Kunden verdienen mehr als das, was wir ihnen mit diesen Wagen geboten haben“, erklärte Firmenchefin Mary Barra in Detroit.

Diesmal bestehe wegen eines fehlerhaften Kontrollmoduls im Fahrgestell Kurzschlussgefahr. Die Wagen könnten dadurch möglicherweise gestoppt werden oder nicht gestartet werden.

4500 der betroffenen Fahrzeuge stehen dem Sprecher zufolge noch unverkauft bei Händlern in den USA. Sie sollen erst nach den notwendigen Reparaturen an Kunden ausgeliefert werden. Allerdings sei noch nicht abzusehen, wann die nötigen Ersatzteile eintreffen.

Von

dpa

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