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02.01.2009

09:54 Uhr

Lage im Irak

Irak öffnet weitere Ölfelder für Investoren

Die Lage im Irak normalisiert sich stetig: Einheiten der nationalen Armee haben an Neujahr die Kontrolle über die Grüne Zone in der Hauptstadt Bagdad übernommen. Zudem kündigte die Regierung an, weitere Ölfelder für Investoren aus dem Ausland zu öffnen. Auch ein deutscher Kandidat ist im Rennen um die Vergabe der Bohrlizenzen dabei.

Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Souveränität: An Neujahr haben Einheiten der nationalen Armee die Kontrolle in der Grünen Zone übernommen. Foto: dpa dpa

Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Souveränität: An Neujahr haben Einheiten der nationalen Armee die Kontrolle in der Grünen Zone übernommen. Foto: dpa

HB BAGDAD. Mit dem Wachwechsel in Bagdad lösen irakische Soldaten die amerikanischen Truppen ab. In der Grünen Zone befinden sich die US-Botschaft, das irakische Parlament sowie mehrere Ministerien. Nach dem Einmarsch der multinationalen Truppen unter Führung der USA 2003 hatten die Amerikaner die Zone eingerichtet und durch eine vier Meter hohe Mauer geschützt. Beobachter in Bagdad werten die Wachablösung als Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Souveränität.

Die Regierung in Bagdad hat zudem angekündigt, elf weitere Öl- und Gasfelder für ausländische Konzerne zu öffnen. Damit solle die Ölproduktion innerhalb weniger Jahre verdoppelt werden, sagte der irakische Ölminister Hussain el Schahristani in Bagdad. Die langfristigen Verträge für die Entwicklung der Ölfelder sollten Ende 2009 unter Dach und Fach sein. Dann könnte die Produktion der Felder in drei bis vier Jahren um zwei bis 2,5 Mill. Fass pro Tag steigen, sagte der Minister. Ein Fass sind rund 159 Liter.

Bereits im Juni hatte der Irak acht Öl- und Gasfelder für ausländische Investoren geöffnet. Die Ergebnisse dieser Ausschreibung sollen Mitte dieses Jahres vorliegen. 35 Bieter haben sich für die Vergabe der Bohrlizenzen inzwischen vorqualifiziert, darunter Wintershall als deutscher Kandidat. Experten räumen der BASF-Tochter immerhin eine „faire Chance“ ein.

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