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05.03.2004

14:50 Uhr

Lastwagen-Hersteller kommt EU-Forderung nach

Volvo gibt Großteil der Scania-Beteiligung ab

Der schwedische Lkw- und Bus-Hersteller Volvo hat den größten Teil seiner Beteiligung am heimischen Konkurrenten Scania für einen Milliarden-Betrag an die Deutsche Bank verkauft. Volvo hat damit alle seine mit weniger Stimmrecht verbundenen Anteile abgegeben.

HB STOCKHOLM. Volvo habe die B-Aktien für etwa 15 Mrd. Kronen (rund 1,6 Mrd. €) am Donnerstag veräußert, teilte der weltweit zweitgrößte Lastwagenhersteller am Freitag mit. Volvo kam damit einer Aufforderung der Europäischen Union (EU) nach, derzufolge der Konzern seine Anteile bis zum 23. April verkaufen muss. Die B-Aktien, von denen zehn eine Stimme repräsentieren, stammen aus einem im Jahr 2000 am Veto der Kartellbehörden in Brüssel gescheiterten Übernahmeversuch. Die 63,7 Mill. Anteile machen 31,8 % des Scania-Kapitals und 5,8 % der Stimmrechte aus.

Volvo zufolge besitzt der Konzern außerdem noch 27,3 Mill. voll stimmberechtigte A-Aktien von Scania. Dies entspreche 24,8 % der Stimmrechte und 13,7 % des Scania-Kapitals. Die EU-Frist gilt auch für die A-Aktien. Das Unternehmen vereinbarte aber nach eigenen Angaben mit der Deutschen Bank, dass die A-Aktien erst in 90 Tagen am Markt erhältlich sein sollen. Dadurch habe die Bank Zeit, die erworbenen B-Aktien zu verkaufen. Aus Unternehmenskreisen hatte Reuters am Donnerstag erfahren, Volvo stehe kurz vor dem Verkauf der A-Aktien.

Berichte, dass der japanische Lastwagen-Bauer Hino an Scania-Aktien interessiert sei, waren dementiert worden. Auch Volkswagen, der zweite große Scania-Aktionär, hatte ein Interesse an der Aufstockung seines Anteils zurückgewiesen.

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