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18.10.2011

09:00 Uhr

Lebensmittelkonzern

Babys sorgen bei Danone für Umsatzplus

Den Kindern sei Dank: Der französische Lebensmittelkonzern steigert seinen Umsatz und profitiert vom Wachstum in den Schwellenländern. Vor allem Babynahrung in China und Indonesien verkauft sich gut.

Danone profitiert besonders vom Wachstum in Schwellenländern. Danone

Danone profitiert besonders vom Wachstum in Schwellenländern.

ParisDer französische Lebensmittelkonzern Danone hat seinen Umsatz im dritten Quartal gesteigert und dabei erneut vom Wachstum in Schwellenländern profitiert. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Erlös um 5,9 Prozent auf 4,81 Milliarden Euro gewachsen, teilte der Konzern am Dienstag in Paris mit. Dabei bereinigt der Konzern die Zahl um Währungseffekte und Zukäufe. Analysten hatten mit einem etwas geringeren Zuwachs gerechnet.

Besonders gefragt waren in der Zeit zwischen Juli und September Babynahrung und medizinische Nahrung in China und Indonesien. Daneben stellt Danone Milchprodukte (Actimel, Obstgarten) her und vertreibt Wasser (Evian, Volvic). Danone-Chef Franck Riboud bekräftigte die Jahresprognose 2011. Demnach soll der bereinigte Umsatz um sechs bis acht Prozent zulegen und die operative Marge um 0,2 Prozentpunkte steigen.

Geschäft mit Wasser zum Verkauf

Gleichzeitig macht ein Gerücht um den Verkauf des Wasser-Geschäfts die Runde. Demnach stecke Danone laut Kreisen bereits in Verkaufsverhandungen - zumindest für Teile des Geschäfts. Mit der japanischen Suntory liefen entsprechende Gespräche, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Danone wolle bis Ende des Jahres ein Verkaufs-Abkommen erzielen. Mit dem Erlös könne der Konzern dann wiederum für das Babynahrungsgeschäft von Pfizer bieten.

Den Kreisen zufolge habe Danone für sein gesamtes Wassergeschäft einen Preis von 3,6 bis 5 Milliarden Euro anvisiert. Weder Sprecher von Danone noch von Suntory wollten den Bericht kommentieren. Danone konnte den Umsatz seiner Wassersparte, zu der Marken wie Evian und Volvic gehören, im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro steigern.

Seit einem ersten Treffen im vergangenen November habe Danone mit dem ebenfalls aus Japan stammenden Getränkekonzernen Kirin Holdings, Asahi Breweries und eben Suntory über einen möglichen Verkauf gesprochen, heißt es weiter. Dabei seien die Verhandlungen mit Suntory über den Kauf des asiatischen Wassergeschäfts von Danone am weitesten fortgeschritten. Die Gespräche könnten aber jederzeit scheitern und ein Abschluss sei alles andere als sicher.

Nachdem im vergangenen Jahr Gerüche über einen Verkauf aufkamen, hatte Danone-Chef Franck Riboud in Presseinterviews gesagt, er fühle sich all seinen Sparten verpflichtet, dazu gehöre auch das Geschäft mit Mineralwassern.

Von

dpa

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