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20.04.2012

09:09 Uhr

Lebensmittelkonzern

Kaffeekapseln lassen Nestle-Umsatz steigen

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle ist gut ins neue Jahr gestartet: Boomende Verkäufe in den Schwellenländern und eine ungebrochene Nachfrage nach Kaffeekapseln haben den Umsatz in die Höhe getrieben.

Nespresso beschert Nestle weiter Zuwächse. dpa

Nespresso beschert Nestle weiter Zuwächse.

ZürichBoomende Verkäufe in den Schwellenländern und eine ungebrochene Nachfrage nach Nespresso-Kaffeekapseln haben den weltgrößten Lebensmittelkonzern Nestle gut ins neue Jahr starten lassen. Im ersten Quartal 2012 habe das organische Wachstum mit 7,2 Prozent deutlich über dem selbstgesteckten Zielen gelegen, hieß es in einer Mitteilung.

Unter Berücksichtigung von Währungsschwankungen, Preiserhöhungen und Akquisitionen legte der Umsatz um 5,6 Prozent auf 21,39 Milliarden Franken (17,79 Milliarden Euro) zu und traf damit die Analystenerwartungen ziemlich genau.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Hersteller von Maggi-Tütensuppen und Kitkat-Schokoriegeln trotz der derzeit vor allem in Europa schwierigen Wirtschaftslage weiterhin mit einem organischen Wachstum innerhalb des Zielbands von fünf bis sechs Prozent und einem nachhaltigen Gewinn pro Aktie bei konstanten Wechselkursen.

„Wie erwartet ist 2012 ein herausforderndes Jahr. In zahlreichen Industrieländern ist das Konsumentenvertrauen schwach und das Handelsumfeld gedämpft, während in den meisten aufstrebenden Märkten die Bedingungen nach wie vor dynamisch und reich an Wachstumschancen sind“, sagte Nestle-Chef Paul Bulcke. Während das organische Wachstum in den Industrieländern bei drei Prozent stagnierte, legte die Wachstumsrate in den aufstrebenden Märkten Asiens und Osteuropas um ein Prozentpunkt auf 13 Prozent zu.

Neben den weiterhin ungebremst wachsenden Nespresso-Verkäufen, die im Berichtszeitraum ein organisches Wachstum von 20 Prozent erzielten, stachen insbesondere die Mineralwasserverkäufe von Marken wie S. Pellegrino, Perrier und Vittel hervor. Insgesamt legte das Wassergeschäft von Nestle organisch um acht Prozent zu. Auch der französische Konkurrent Danone hatte zuletzt gute Geschäfte vor allem mit Mineralwasser in den
Schwellenländern vermeldet.

Zudem gelang es Nestle im Berichtszeitraum, die Preise um 4,4 Prozent anzuheben, was laut Analysten auf die starke Preismacht von Nestle deutet. Allerdings wurde der positive Effekt durch den starken Franken mehr als wett gemacht. Akquisitionen trugen rund drei Prozent zum Umsatz bei.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Laienrichter

20.04.2012, 11:41 Uhr

Nestle pfeift auf Sustainability / Nachhaltigkeit seiner Produkte.
Unternehmensziel ist die komplette Industrialisierung der Nahrungsmittelversorgung = industrial junk food überall.

Hierbei steht immer mehr die "konsumgerechte" Darreichungsform, Konsistenz und Verpackung als unternehmerischer "value driver" im Vordergrund.

Environment and sustainability? Nestle gives a shit about this!

kat7

23.04.2012, 09:07 Uhr

Klar klingeln da die Kassen, jede Tasse einzeln abgepackt verdient man nunmal fleissig mehr als bei den 500g zum selber portionieren, zum Glück kann man als Verbraucher noch selber wählen.

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