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03.02.2011

09:34 Uhr

Lebensmittelkonzern

Unilever will höheren Rohstoffpreisen trotzen

Der Lebensmittelriese Unilever lässt sich von steigenden Rohstoffpreisen nicht beeindrucken. Der Konzern bleibt für die Zukunft optimistisch. Nach dem jüngsten Jahresabschluss darf Unilever das wohl auch sein.

Das Logo von Unilever. Quelle: dpa

Das Logo von Unilever.

HB LONDON. Der Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern Unilever trotzt den steigenden Rohstoffpreisen. Der Hersteller von Knorr-Suppen und Dove-Seife glänzte am Donnerstag mit einer überraschend starken Bilanz. Wegen der teuren Rohstoffe kündigte der drittgrößte Lebensmittelkonzern Preiserhöhungen an, damit die Gewinnmarge nicht gefährdet werde. Außerdem will der Konkurrent von L'Oreal , Henkel und Beiersdorf ein Sparprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro umsetzen.

Trotz der steigenden Kosten und eines verschärften Wettbewerbs werde Unilever den Gewinn in diesem Jahr stärker steigern als das Marktumfeld, erklärte Konzernchef Paul Polman.

Das britisch-niederländische Unternehmen hatte zuletzt stärker als seine Konkurrenten wie etwa Procter & Gamble oder Colgate-Palmolive auf Schwellenländer gesetzt und damit besonders von deren überdurchschnittlichen Wachstumsraten profitiert. So kletterte der Unilever-Umsatz im abgelaufenen Quartal um 5,1 Prozent, was über den Erwartungen der Analysten lag. Der Gewinn legte um 14 Prozent auf 33 Cent je Aktie zu. Für das Gesamtjahr 2010 kletterte das Ergebnis sogar um 25 Prozent auf 1,46 Euro je Aktie. Auch hier übertraf Unilever jeweils die Erwartungen.

Die Märkte reagierten dennoch skeptisch: Die Unilever-Aktie drehte nach anfänglichen Kursgewinnen gegen Mittag sowohl in London als auch Amsterdam ins Minus und tendierte jeweils rund ein Prozent schwächer. Henkel legt seine Bilanz fürs vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2010 am 24. Februar vor. Beiersdorf berichtet am 3. März.

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