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22.05.2012

12:06 Uhr

Lebensmittelmarkt

Dänischer Milchkonzern Arla kauft kräftig zu

Bewegung im Milchmarkt: Der Milchkonzern Arla fusioniert mit der Milch-Union Hocheifel und der britischen Milk Link. Mit der Übernahme werden die Dänen zur drittgrößten Molkerei Deutschlands.

Firmenzentrale von Arla in Aarhaus. Reuters

Firmenzentrale von Arla in Aarhaus.

KopenhagenDer skandinavische Molkereikonzern Arla Foods mit Marken wie Buko, Lurpak oder Castello baut seine Präsenz in Europa kräftig aus. Arla kündigte am Dienstag Zusammenschlüsse mit der Milch-Union Hocheifel (MUH) in Deutschland und mit Milk Link in Großbritannien an. Bei Zustimmung der Eigentümer und der Kartellbehörden wird Arla damit zur drittgrößten deutschen Molkerei und zur größten in England.

Arla Foods entstand im Jahr 2000 aus der schwedischen Arla Gruppe und der dänischen MD Foods. Das Molkereiunternehmen mit Sitz im dänischen Viby hat nach eigenen Angaben rund 8000 schwedische, dänische und deutsche Landwirte als Anteilseigner. Anfang 2011 hatte Arla sich bereits mit der norddeutschen Hansa-Milch zusammengeschlossen, Ende 2011 kaufte das Unternehmen die bayerischen Allgäuland-Käsereien.

Die Produkte werden in mehr als hundert Ländern verkauft; unter anderem ist Arla einer der größten Anbieter von Bio-Milch. Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug rund 7,4 Milliarden Euro. Arlas Umsatz würde bei grünem Licht um neun Milliarden Kronen (1,2 Milliarde Euro) steigen.
An der MUH mit Standort Pronsfeld in der Eifel sind rund 2800 Landwirte aus Deutschland, Belgien und Luxemburg beteiligt. Die Molkerei gehört nach eigenen Angaben zu den größten H-Milch-Herstellern Europas und produziert zudem Milchmischgetränke, Kondensmilch, Schmand und Sahneerzeugnisse - die meisten für andere Marken, nur 15 Prozent unter der Marke MUH. Die Firma verkauft ihre Produkte in 45 Ländern weltweit, der Umsatz 2011 betrug rund 700 Millionen Euro. Über die Zusammenschlüsse in Deutschland und in Großbritannien stimmen die Anteilseigner am 26. Juni ab.

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