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12.12.2012

12:21 Uhr

Leichtbaustoff

BMW und Boeing kooperieren in Kohlefasertechnik

Was im Flugzeugbau schon lange als Material der Wahl gilt, findet sich auf der Straße nur Sportwagen wieder: Kohlefaser. Mit einer neuen Zusammenarbeit wollen Boeing und BMW den Werkstoff für sich besser nutzbar machen.

BMW will gemeinsam mit Boeing die Herstellung und Nutzung des Leichtbaustoffs Carbon erforschen. dpa

BMW will gemeinsam mit Boeing die Herstellung und Nutzung des Leichtbaustoffs Carbon erforschen.

MünchenBMW und Boeing wollen in der Kohlefasertechnik zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen sie vor allem erforschen, wie sich der Leichtbaustoff recyclen lässt, wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte. Zudem wollen sie Erfahrungen in Carbonverarbeitung und Fertigungsautomatisierung austauschen. „Wir möchten verschiedene Möglichkeiten prüfen, wie diese Materialien zurückgewonnen und bei der Herstellung von neuen Produkten wiederverwertet werden können“, erklärte Boeing-Manager Larry Schneider.

Kohlefaser gilt als zukunftsträchtiger Werkstoff, der bei ähnlicher Festigkeit deutlich leichter als Stahl ist. Allerdings ist Carbon derzeit für den Fahrzeugbau noch verhältnismäßig teuer, weil die Bauteile meist noch in Handarbeit produziert werden. BMW peilt für das kommende Jahr ein erstes Modell mit einer Fahrgastzelle aus Karbon an, ein weiteres soll folgen.

Boeings Riesenflieger 787 Dreamliner besteht bereits zur Hälfte aus Carbon. Im Flugzeugbau ist das Material wegen seines geringen Gewichts bereits seit längerem im Einsatz. BMW unterhält zusammen mit SGL Carbon eine Gemeinschaftsfirma für Kohlefasern in den USA, die in Deutschland weiterverarbeitet werden. In den USA wird das Material für die leichten Fahrgastzellen des i3 und des später folgenden i8 hergestellt. Bei Leichtbau und Elektromotoren arbeitet BMW auch mit dem japanischen Autohersteller Toyota zusammen.

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