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11.10.2013

17:30 Uhr

Leuchtmittelhersteller

Osram baut weitere Stellen in Deutschland ab

In der vergangenen Woche erst hatte der Leuchtmittelhersteller Osram Stellenstreichungen in den USA angekündigt. Nun geht es auch um Arbeitsplätze in Deutschland. Betroffen ist der Standort Traunreut.

Der Schriftzug von Osram spiegelt sich in einer Glühlampe der Firma: Bisher war bereits ein Abbau von 8000 Stellen im Stammgeschäft angekündigt. Nun kommen weitere hinzu. dpa

Der Schriftzug von Osram spiegelt sich in einer Glühlampe der Firma: Bisher war bereits ein Abbau von 8000 Stellen im Stammgeschäft angekündigt. Nun kommen weitere hinzu.

MünchenDer Leuchtmittelhersteller Osram baut nach Stellenstreichungen in den USA nun auch in Deutschland weitere Arbeitsplätze ab. Im bayerischen Traunreut würden 240 Jobs gestrichen, teilte die frühere Siemens-Tochter am Freitag mit. Erst in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen angekündigt, seine US-Belegschaft um 900 Stellen zu kürzen.

Die Einschnitte kommen zu dem bereits angekündigten Stellenabbau von 8000 Stellen im Stammgeschäft hinzu. Um im Wettbewerb mit Konkurrenten aus Übersee mithalten zu können, will Osram-Chef Wolfgang Dehen auch fast ein Dutzend Werke schließen.

Das Werk in Traunreut, in dem bislang gut 1000 Beschäftigte arbeiten, hatte Osram vor der Abspaltung von Siemens übernommen. Dort werden vorwiegend Straßen- und Stadienleuchten hergestellt. Diese frühere Siteco erwies sich für die Münchner bisher als Fehlkauf. Sie mussten mehrere hundert Millionen Euro auf das verlustträchtige Geschäft abschreiben.

Von

rtr

Kommentare (2)

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OldFox

11.10.2013, 19:13 Uhr

Egal ob Siemens, Osram, Loewe, BASF oder wer auch immer; der Produktionszug verlaesst Deutschland. Und die ach so stabilen KMU's werden am Ende ebenfalls leiden. Es dauert halt nur ein wenig laenger, weil sie sich in die heimische Erde verkrallen. Deren Ende ist geichwohl ebenfalls absehbar. China ist eben konkurrenzlos.

Leben

13.10.2013, 19:45 Uhr

Na ja .... Unternehmen haben es schwer in Deutschland in Massenproduktionsmaßstäben zu denken. Das ist zu anstrengend und riskoreich. Wenn alle Großprojekte zudem so laufen, wie der neue Berliner Flughafen ... dann gute Nacht.

Also werden Chancen verschlafen ... der nötige Biß dem gemächlichen Verwaltungsdenken geopfert ...und später ins Ausland geschoben. Hier "verpennt", aber mit hohen Abfindungen für die Entscheider vergütet und dort neu aufgebaut. Mut ... Innovationen schnell zu etablieren und einen Vorsprung auch zu leben ... ist nicht mehr.

Das Traurige daran ist eigetlich nur, dass der Nachfolgegeneraton nur verbrannte Erde, aber keine Jobs und Zukunftshoffnung hinterassen wird.

Aber auch SIEMENS begann einmal "klein" und es gibt keine Garantie gegen ein Schrumpfen/Verkaufen auf wieder ein kleines Niveau. Unternehmen werden geboren, haben Kinder und Jugendjahre, eine Erwachsenenzeit und eine Rentner-/Greisenzeit ... bis zu Tod.

SIEMENS/HALSKE hatten im Jahr 1847 ganze 10 Mitarbeiter und begannen in einem Berliner Hinterhaus.

Und wer weiß ... welche Unternehmen dem Gründergeist von Siemens/Halske folgen werden:
http://www.junge-unternehmer.eu/aktionen/schueler-im-chefsessel.html

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