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31.07.2013

10:54 Uhr

Leuchtmittelkonzern

Osram hebt Jahresprognose an

Osram ist optimistisch: Die ehemalige Siemens-Tochter kommt schneller mit dem Sparkurs voran als geplant. Die negativen Erwartungen der Analysten können also ausgeräumt werden.

Die Nachfrage stimmt: Osram denkt an einen Gewinn. dpa

Die Nachfrage stimmt: Osram denkt an einen Gewinn.

MünchenDer Börsenneuling Osram hat seine Jahresprognose leicht angehoben. Für das Ende September endende Geschäftsjahr 2012/13 stellte die frühere Siemens-Tochter am Mittwoch einen Gewinn in Aussicht. Bislang war der Leuchtmittelhersteller davon ausgegangen, knapp an der Gewinnschwelle zu kratzen. Das um Umbaukosten bereinigte operative Ergebnis (Ebita) werde gegenüber dem Vorjahr um rund 20 bis 30 Prozent zulegen. Bisher hatte Osram ein Plus von höchstens 20 Prozent in Aussicht gestellt. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Wert 314 Millionen Euro betragen. Der Umsatz werde auf dem Vorjahresniveau von 5,3 Milliarden Euro liegen.

Osram komme mit seinem Sparkurs schneller voran als geplant, hieß es zur Begründung. Zudem habe der Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen Valeo Sylvania ein Buchgewinn von über 30 Millionen Euro gebracht. Dieser Effekt führte unter anderem mit dazu, dass Osram im abgelaufenen Quartal einen Nettogewinn von 14 Millionen Euro erwirtschaftete. Analysten hatten mit einem kleinen Verlust gerechnet. Der Umsatz lag mit 1,28 Milliarden Euro leicht unter dem des Vorjahresquartals. Am Aktienmarkt wurden die Zahlen des Börsenneulings wohlwollend aufgenommen. Die Osram-Papiere legten gut fünf Prozent zu.

Konzernchef Wolfgang Dehen sieht sein Haus auf gutem Weg. Es habe insbesondere auch im zukunftsträchtigen Leuchtdioden-Geschäft seine Marktstellung verteidigt. Weltweit sieht sich Osram im LED-Markt auf Platz 2 und macht mittlerweile fast ein Drittel seiner Einnahmen mit der energiesparenden Halbleitertechnik. Die Sparte Opto Semiconductor sei auf dem Weg zur Umsatzmarke von einer Milliarde im Gesamtjahr. "Das wäre ein toller Erfolg und zeigt, dass sie sich in einem kompetitiven und von Preisverfall geprägten Markt behaupten kann", sagte Dehen.

Zudem zahlten sich Umbau und Stellenstreichungen aus. Von der angepeilten Milliarde an Einsparungen habe Osram schon zwei Drittel erreicht. Operativ sei auch die Marge auf dem Weg zu den anvisierten acht Prozent. Sorgen macht Dehen allerdings das nach wie vor verlustreiche Geschäft mit Lampen und Service. Die Osram-Spitze werde noch im Herbst eine Entscheidung zum Umbau des Geschäftsfelds treffen.

Von

rtr

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