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10.06.2013

18:04 Uhr

Li-Tec

Daimler und Evonik stellen Batterie-Joint-Venture infrage

Das Batterie-Joint-Venture von Daimler und Evonik scheint zu scheitern: Beide Seiten bezweifeln mittlerweile, dass die Zusammenarbeit noch lange währt. Das defizitäre Geschäft mit Elektroautos ist Schuld.

Daimler wird die Kooperation mit Evonik wohl bald beenden. dpa

Daimler wird die Kooperation mit Evonik wohl bald beenden.

StuttgartDaimler und Evonik denken einem Zeitungsbericht zufolge über einen Ausstieg bei ihrem Batterie-Joint-Venture Li-Tec nach. Beide Seiten erwägen wegen des ausbleibenden Erfolgs von Elektroautos, das defizitäre Unternehmen mit Sitz im sächsischen Kamenz zu verkaufen, wie das „Wall Street Journal Deutschland“ am Montag berichtete.

Eine Daimler-Sprecherin sagte der dpa auf Anfrage, es gebe bislang keine Entscheidung. „Wir prüfen verschiedene Optionen, um das Geschäft der Li-Tec im hart umkämpften globalen Markt für Batteriezellen langfristig auf eine breitere Basis zu stellen.“ Ähnlich äußerte sich eine Evonik-Sprecherin: „Wir prüfen verschiedene strategische Optionen einschließlich eines weiteren Partners.“

Daimler war Ende 2008 bei dem aus Evonik hervorgegangenen Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien eingestiegen. Evonik hält noch 50,1 Prozent der Anteile, Daimler den Rest. Li-Tec fertigt die Batteriezellen für den E-Smart. Von Beginn an hatten sich die beiden nach weiteren Investoren umgesehen.

Nachdem sich kein weiterer Partner für Li-Tec gefunden habe, sei nun ein Verkauf möglich, sagten mit der Sache vertraute Personen dem „Wall Street Journal Deutschland“. Daimler und Evonik peilten einen Verkaufserlös von bis zu einer Milliarde Euro an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Joe

28.06.2013, 09:38 Uhr

Köstlich!!!

Der E-Smart als einziges käufliches dt. E-Automodell ist mit verschiedenen Optionen (bspw. mit dem sehr sinnvollen Schnelllader) ist "bis auf weiteres nicht lieferbar". Etliche Kunden haben daraufhin ihre Bestellungen storniert oder wurden vom Verkäufer zum Verbrennerkollegen "umgelenkt". Trotzdem gibt es ca. monatelange Wartezeit auf einen Smart ED!!! Irgendwie passt das nicht zur Daimler-Darstellung der fehlenden Nachfrage.

Das Evonik sauer ist, kann man verstehen. Die haben glatt gedacht, man würde bei Daimler tatsächlich in die "Massen"produktion einsteigen wollen. Dabei hat schon die "A-Class electric" 1997 gezeigt, was möglich wäre und dass man das Mögliche nicht einmal annähernd umsetzen will, solange man mit herkömmlicher Technik gute Profite erzielt. Wenn das nicht mehr geht, bekommt man sicher wieder staatliche Subventionen ...

Schon damals wurde die automotiv zugelassene ZEBRA-Technologie verramscht und fristet heute ein Mauerblümchendasein, vor allem in der Militärtechnik. Ein Trauerspiel aus Profitgier und Kurzsichtigkeit!

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