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29.05.2013

16:49 Uhr

Linde-Hauptversammlung

Reitzle verspricht weiteres Rekordjahr

Guter Jahresstart, gute Prognose: Wolfgang Reitzle erhielt auf seiner letzten Hauptversammlung als Linde-Chef viel Lob. Die Aktionäre stören sich jedoch an der neuen Aufsichtsratsvergütung.

Wolfgang Reitzle: „Auf einem ganz guten Weg Ziele zu erreichen“. dpa

Wolfgang Reitzle: „Auf einem ganz guten Weg Ziele zu erreichen“.

MünchenDer scheidende Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat den Aktionären ein weiteres Rekordjahr in Aussicht gestellt. Nach einem guten Jahresstart für den Industriegase-Spezialisten bekräftigte Reitzle am Mittwoch auf der Hauptversammlung die kurz- und mittelfristigen Ziele. Der Umsatz von zuletzt 15,8 Milliarden Euro soll in diesem Jahr weiter zulegen und das operative Konzernergebnis (Ebitda) von 3,7 auf mindestens vier Milliarden Euro klettern.

„Unser solider Start in das aktuelle Geschäftsjahr und die jüngste Geschäftsentwicklung im April deuten darauf hin, dass wir auf einem ganz guten Weg sind, dies zu erreichen“, sagte Reitzle. 2016 soll das operative Ergebnis dann mindestens fünf Milliarden Euro erreichen.

Voraussichtlich im Mai 2014 wird Reitzle den Chefposten bei Linde abgeben, ob der Aufsichtsrat schon einen Nachfolger im Blick hat, blieb auch auf dem Aktionärstreffen offen. Reitzle erntete zu seiner vorletzten Hauptversammlung von den Anlegern Lob. „Dies war ein hervorragendes Jahr für die Linde AG, der Kurs ist richtig abgegangen“, sagte Andrea Winter von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Seit dem Amtsantritt des Managers im Jahr 2003 war der Aktienkurs von Linde von damals unter 23 Euro auf zwischenzeitlich über 150 Euro geklettert.

Kritik gab es aber an der Höhe der geplanten Aufsichtsratsvergütungen, die die Anleger bei der Hauptversammlung mit großer Mehrheit absegneten. Linde stellt von fixen und variablen Komponenten auf feste Vergütungen für die Kontrolleure um. Für einfache Aufseher sind demnach 150.000 Euro, für den Aufsichtsratschef 450.000 Euro pro Jahr vorgesehen. „Damit sind Sie an die Spitze des Daxes vorgerückt“, sagte Winter.

Dies wies Aufsichtsratschef Schneider jedoch zurück. Vielmehr komme Linde mit diesem Vergütungsniveau auf Platz sechs der 30 DAX-Unternehmen. Im Anschluss an das Aktionärstreffen bestätigte das Kontrollgremium Schneider in seinem Amt als Aufsichtsratschef.

Reitzle hatte Linde seit seinem Amtsantritt im Jahr 2003 kräftig umgekrempelt: Der Konzern trennte sich vom Geschäft mit Kältetechnik und Gabelstaplern und konzentrierte sich mit der Übernahme der britischen BOC und des US-Medizindienstleisters Lincare auf Gase und Anlagenbau.

Von

dpa

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