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18.01.2011

18:15 Uhr

Lkw-Bauer

Razzien bei Daimler und MAN

Die Lkw-Bauer Daimler, MAN und Scania sind ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. Diese haben am Dienstag Büros der beiden deutschen Unternehmen durchsucht.

Lastwage von Scania und MAN: Beide Unternehmen sind ins Visier der Kartellwächter geraten, ebenso Daimler. Quelle: dpa

Lastwage von Scania und MAN: Beide Unternehmen sind ins Visier der Kartellwächter geraten, ebenso Daimler.

HB MÜNCHEN/STUTTGART. Sprecher von MAN und Daimler bestätigten eine entsprechende Aktion der EU-Kartellbehörde. Die Unternehmen hätten den Ermittlern eine umfassende Zusammenarbeit zugesagt. "MAN verfolgt eine strikte Compliance-Politik, die auch den Bereich des fairen Wettbewerbs umfasst", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die EU-Kommission ermittelt auch gegen die schwedische VW-Tochter Scania. Zu Einzelheiten möglicher Vorwürfe und dem Hintergrund der Aktion machten MAN und Daimler keine Angaben.

Im September vergangenen Jahres hatten bereits britische Kartellbehörden Räume des Lastwagenherstellers Daimler nahe London durchsucht und bei den Volkswagen-Beteiligungen Scania und MAN schriftliche Anfragen gestellt. Dabei soll es um mögliche Preisabsprachen gegangen sein. Ob beide Fälle zusammenhängen, war zunächst unklar.

Wie Scania mitteilte, gehe es um den Verdacht eines "unangemessenen Informationsaustausches". Das Unternehmen, das eine Kooperation mit MAN unterhält, werde mit der Kommission bei den Ermittlungen "in vollem Umfang kooperieren", hieß es weiter. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

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