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18.07.2014

08:46 Uhr

Lkw-Bauer

Volvo macht Fortschritt bei Sparprogramm

Der Lkw-Hersteller Volvo hat mit seinem Ergebnis die Markterwartungen verfehlt. Vor allem Umbau- und Abfindungskosten belasteten die Bilanz im zweiten Quartal. Immerhin: Beim Sparprogramm kommt das Unternehmen voran.

Bis Ende 2015 will Volvo seine Kosten durch den Konzernumbau und die Stellenstreichungen um neun Milliarden Kronen drücken. ap

Bis Ende 2015 will Volvo seine Kosten durch den Konzernumbau und die Stellenstreichungen um neun Milliarden Kronen drücken.

GöteborgDer Lkw-Bauer Volvo macht bei seinem Sparprogramm Fortschritte. Bis zur Jahresmitte hätten 1200 Berater und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, teilten die Schweden am Freitag mit. Weitere 500 würden bis Ende September ausscheiden. Allerdings belasteten Umbau- und Abfindungskosten von 762 Millionen Kronen (82,4 Millionen Euro) die Bilanz im zweiten Quartal: Vor Zinsen und Steuern konnte Volvo nur zulegen, weil die Schweden unter anderem aus einem Grundstücksverkauf eine Milliarde Kronen Gewinn gezogen hatten.

Der operative Gewinn vor Restrukturierungskosten stieg im zweiten Quartal auf 4,3 (Vorjahreszeitraum: 3,3) Milliarden Schwedische Kronen, wie der Konkurrent von Daimler, Volkswagen und MAN am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Branchenexperten hatten jedoch im Schnitt mit fünf Milliarden Kronen gerechnet.

Das Management erklärte, die Erholung auf dem europäischen Markt habe später eingesetzt als erwartet. Dies habe zu Überkapazitäten in der Produktion geführt.

Die größten Lkw-Bauer der Welt

Platz 10

Weichai Power - Shaanxi (China) - 104.100 neu zugelassene Fahrzeuge in 2013

Die Sinotruk-Tochter gehörte zu den ersten Firmen, die in China Dieselmotoren produzierte. In Deutschland wurde das Unternehmen durch seinen Einstieg beim Gabelstaplerhersteller Kion bekannt.

Quelle: IHS Automotive

Platz 9

Tata (Indien) - 133.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Mutterkonzern von Jaguar und Land Rover gehört auch im Nutzfahrzeugbereich zu den ganz Großen. Insbesondere im Heimatmarkt spielt das Unternehmen eine führende Rolle.

Platz 8

BAIC - Foton (China) - 136.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Daimlers Schlüssel zum chinesischen Markt ist auch die Kooperation mit den Chinesen. Mit dem Lkw-Bauer Foton, der zum Reich von BAIC gehört, betreiben die Stuttgarter seit 2012 das Joint-Venture BFDA.

Platz 7

Paccar (USA) - 139.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Hersteller aus Bellevue, Washington, baute im Zweiten Weltkrieg noch Panzer. Durch mehrere Übernahmen gehören die Amerikaner zu den Weltmarktgrößen im Lkw-Bereich.

Platz 6

CNHTC - Sinotruk (China) - 150.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Der hinesische Lkw-Produzent beherrscht rund 20 Prozent des heimischen Marktes. Seit 2009 hält der deutsche Lkw-Bauer MAN 25 Prozent an den Chinesen.

Platz 5

Volvo Trucks (Schweden) - 177.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Aus Göteborg in die Welt: Bei den ganz schweren Jungs gehören die Schweden zu den größten in Europa. Seit 2011 werden die Volvo Lastwagen auch in den USA gebaut.

Platz 4

Volkswagen (Deutschland) - 178.500 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit den Marken MAN und Scania unter ihrem Dach schaffen es die Wolfsburger im weltweiten Vergleich auf die oberen Ränge. Geht es nach den Plänen des Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch soll das Duo die Weltspitze erobern.

Platz 3

First Automotive Works (China) - 180.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit mehreren internationalen Herstellern unterhalten die Chinesen Joint Ventures, darunter Volkswagen und Toyota. Auch bei den Lastwagen gibt der Konzern, der einst mit sowjetischer Hilfe aus der Taufe gehoben wurde, den Ton an.

Platz 2

Dongfeng (China) - 264.400 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Ostwind, wie die Marke übersetzt heißt, bläst weiter kräftig. Im Segment der mittelgroßen Lkw beherrscht das Unternehmen den wachsenden Heimatmarkt. Nur ein Konzern verkauft noch mehr Lastwagen.

Platz 1

Daimler (Deutschland) - 355.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Neue Modelle geben dem Marktführer neuen Rückenwind - auch weil die Stuttgarter mit ihren internationalen Marken Freightliner, Fuso und Barat Benz auch international gut aufgestellt sind.

Bis Ende 2015 will Volvo seine Kosten durch den Konzernumbau und die Stellenstreichungen um neun Milliarden Kronen drücken. Erste Erfolge sieht Unternehmenschef Olof Persson bereits. Volvos Pkw-Geschäft gehört seit 2010 zu dem chinesischen Konglomerat Zhejiang Geely und hat mit dem Lkw-Bauer nichts mehr zu tun.

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