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11.04.2014

15:28 Uhr

Lkw-Hersteller

VW-Tochter Scania verdient überraschend gut

Die schwedische VW-Tochter Scania verdient zu Jahresbeginn deutlich mehr als im Vorjahr. Der Lkw-Hersteller profitiert von der wirtschaftlichen Erholung in Europa, aber auch von der Nachfrage in Russland und Asien.

LKWs der VW-Tochter Scania: Der Hersteller ist besser ins Jahr gestartet als erwartet. Reuters

LKWs der VW-Tochter Scania: Der Hersteller ist besser ins Jahr gestartet als erwartet.

StockholmDer schwedische Lkw-Hersteller Scania hat sich dank der wirtschaftlichen Erholung in Europa im ersten Quartal 2014 überraschend gut geschlagen. Der operative Gewinn sei um 17 Prozent auf umgerechnet knapp 249 Millionen Euro gestiegen, teilte die Volkswagen-Tochter am Freitag mit. Damit wurden die Analystenerwartungen klar übertroffen.

Konzernchef Martin Lundstedt sprach von einer anziehenden Nachfrage. So stiegen die Bestellungen zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent, während Analysten mit einem Rückgang um neun Prozent gerechnet hatten. Unter anderem kauften Kunden in Asien und Russland mehr Lastwagen. Der Umsatz kletterte um neun Prozent.

VW - Europas größter Auto-Hersteller - besitzt bereits die Mehrheit an Scania und will sich für fast sieben Milliarden Euro auch die restlichen Anteile sichern. Den Schweden ist die Offerte aber zu niedrig.

Trotz der guten Scania-Zahlen will Volkswagen sein Angebot für die restlichen Anteile des Lastwagenbauers nicht erhöhen. „Der Preis von 200 Schwedischen Kronen (rund 22 Euro) ist endgültig“, teilte der Konzern mit. Mit dem Preis pro Aktie bietet Volkswagen insgesamt 6,7 Milliarden Euro für die 37 Prozent an Scania, die das Unternehmen noch nicht besitzt. Scania hatte Mitte März den Aktionären empfohlen, das Angebot abzulehnen.

VW hält bereits 62,6 Prozent des Kapitals an Scania und fast 90 Prozent der Stimmrechte. Den Rest will der Konzern kaufen, um „das volle Potenzial einer engeren Zusammenarbeit“ auch mit seiner anderen Lkw-Tochter MAN ausschöpfen zu können. Scania lehnte das Angebot ab, weil es nicht dem langfristigen Wert des Lkw-Bauers entspreche.

Von

rtr

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