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07.05.2012

11:24 Uhr

Lob aus den USA

Daimler kann im Kampf gegen Korruption punkten

US-Überwacher haben Daimlers starke Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung gelobt. Insgesamt sei es den Stuttgartern gelungen, eine „nachhaltige Compliance-Kultur“ zu schaffen, sagte Ex-FBI-Chef Freeh.

Daimler macht offenbar gute Fortschritte in Sachen Korruption. dpa

Daimler macht offenbar gute Fortschritte in Sachen Korruption.

Frankfurt, StuttgartDer frühere FBI-Chef Louis Freeh attestiert dem Autobauer Daimler große Fortschritte im Kampf gegen Korruption. Es gebe zwar auch noch Schwächen, insgesamt sei es den Stuttgartern aber gelungen, eine „nachhaltige Compliance-Kultur“ zu schaffen, sagte Freeh der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag). „In vielerlei Hinsicht hat das Management mehr getan, als nötig gewesen wäre, um die Auflagen zu erfüllen.“

Als Teil eines gerichtlichen Vergleichs, mit dem Daimler einen Schmiergeld-Prozess in den USA vor zwei Jahren klärte, überwacht Freeh als sogenannter Monitor im Auftrag von Gericht und US-Börsenaufsicht SEC den Dax-Konzern. Er untersucht, wie die Stuttgarter eine Kultur der Regelbefolgung (Compliance) aufbauen. „Die Beobachtung endet endgültig und vollständig im April 2013“, sagte Freeh der Zeitung. „Es gibt sogar die Möglichkeit, dass sie früher ausläuft, wenn der Monitor zu dem Schluss kommt, dass sie nicht länger nötig ist.“

Freeh lobte insbesondere die Schaffung eines eigenen Vorstandsressorts für Recht und Integrität, das die frühere Bundesverfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt seit gut einem Jahr aufbaut.

Daimler hatte sich in dem Vergleich mit der US-Justiz im Frühjahr 2010 schuldig bekannt, über zehn Jahre hinweg in mindestens 22 Ländern Regierungsbeamte bestochen zu haben, um an lukrative Aufträge zu kommen. Schmiergeld floss unter anderem in China, Russland, Ägypten, Griechenland oder der Türkei. Daimler zahlte dafür 185 Millionen Dollar Strafe.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.05.2012, 21:40 Uhr

Sind wir eigentlich noch Herr im eigenen Hause? Ja, diese Frage muss gestellt werden wenn sich das FBI ertreistet einen "Aufpasser" in ein deutsches Unternehmen zu schicken. Wenn da strafrechtlich relevante Dinge geschehen sein sollten, so ist es einzig und allein Aufgabe der deutschen Justiz die Aufzuklären.

Ich glaube allerdings nicht dass dieser Typ als Aufpasser geschickt wurde sondern der Kerl hat die Aufgabe Spionage für die marode Autoindustrie der Amis zu betreiben. Wenn dem das nachgewiesen werden kann, dann gehört der in den Knast wobei dann der Vollzug nach Massstäben der Amis zu erfolgen hat.

Account gelöscht!

08.05.2012, 09:59 Uhr

Es ist zum Piepen! Ein korrupter Geheimdienst der korruptesten Nation auf Erden, erlaubt sich ein Urteil über DB! UNGLAUBLICH!

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