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18.04.2011

07:00 Uhr

Die GDL hat die Lokführer der Privatbahnen zu Streiks von Montagmittag bis Donnerstagfrüh aufgerufen. Quelle: dpa

Die GDL hat die Lokführer der Privatbahnen zu Streiks von Montagmittag bis Donnerstagfrüh aufgerufen.

FrankfurtDie Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zu einem neuen 60-stündigen Warnstreik bei den privaten Wettbewerbern der Deutschen Bahn aufgerufen. Nach GDL-Angaben soll der Ausstand am heutigen Montag um 14 Uhr beginnen. Der Streik soll am Donnerstag um 2 Uhr enden. In dem Tarifkonflikt kämpft die GDL neben einer Entgelterhöhung vor allem für einen flächendeckenden Tarifstandard auf dem hohen Niveau der Deutschen Bahn (DB).

Trotz bisher insgesamt 119 Stunden Streik der GDL seit März verweigerten die privaten Bahnunternehmen nach wie vor jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen, schrieb die GDL in ihrer Mitteilung. Darüber hinaus verschärfe Veolia den Tarifkonflikt weiterhin durch Aussperrungen. Insgesamt werde der Druck auf einzelne Lokomotivführer erhöht. Der Umgangston zwischen Unternehmensführungen und den rechtmäßig Streikenden werde „zunehmend rabiater“.

„Die GDL-Mitglieder und immer mehr Unorganisierte nehmen die Herausforderungen jedoch an und zeigen klar Flagge für die Beendigung des Lohndumpings auf ihrem Rücken und fordern zwingend den sozialen Schutzmechanismus bei einem Betreiberwechsel“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Eine Ausnahme bilde bisher die Keolis Deutschland GmbH, mit der die GDL bereits „konstruktive Verhandlungen“ führe. Dies zeige, dass mit dem politischen Willen eine Beendigung des Tarifkonflikts überall möglich wäre, erklärte die Gewerkschaft.

Mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL in der vergangenen Woche auf ein umfassendes Gesamtpaket für die dort beschäftigten rund 20.000 Lokführer geeinigt. Vereinbart wurden ein Rahmentarifvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung in einem Gesamtvolumen von drei Prozent.

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