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13.05.2011

13:57 Uhr

Luftfahrt- und Rüstungskonzern

EADS überzeugt und rutscht dennoch in die roten Zahlen

Auf den ersten Blick ist es ein Schock für EADS: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern ist in die roten Zahlen gerutscht. Doch das lag an Sondereffekten. Tatsächlich liefen die Geschäfte im ersten Quartal glänzend.

Airbus ist und bleibt die wichtigste EADS-Tochter. Quelle: dpa

Airbus ist und bleibt die wichtigste EADS-Tochter.

Paris/MünchenDer schwache Dollar hat EADS trotz guter Geschäfte den Jahresauftakt verdorben: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern rutschte im ersten Quartal überraschend in die roten Zahlen. Zudem könnte die erst kürzlich festgezurrte milliardenschwere staatliche Rettungsaktion für den Militärtransporter A400M dem Boeing-Konkurrenten erneut Kopfschmerzen bereiten. Erste Kritik wurde angesichts der prall gefüllten EADS-Kasse von 12,2 Milliarden Euro am Freitag bereits laut.

Sowohl EADS-Chef Louis Gallois als auch Finanzchef Hans Peter Ring sahen sich dazu genötigt, die Staatshilfen für den A400M zu verteidigen. "Die Hilfen gleichen unsere Verluste aus", sagte Gallois. Erst Anfang April hatten die sieben A400M-Käuferstaaten das Rettungspaket für den Militärtransporter nach langem Hin und Her besiegelt. Die Staaten akzeptierten damit eine Preiserhöhung von zwei Milliarden Euro und gewährten EADS zugleich einen Vorschuss von 1,5 Milliarden Euro auf künftige Exportgewinne. Technische Probleme und eine Kostenexplosion hatten das Projekt an den Rand des Scheiterns gebracht.

EADS müsse nun sorgsam mit seinen Barbeständen umgehen, forderten Analysten. "Sie brauchen Geld für Entwicklungen", sagte Howard Wheeldon von BGC Partners. "Aber wenn sie Geld so schnell anhäufen, müssen sie es auch sinnvoll einsetzen oder die Hoffnung auf weitere Staatshilfen begraben." Im Gespräch sind Beihilfen der vier Airbus-Länder Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien für die Entwicklung des neuesten Airbus-Modells A350XWB. Trotz einiger Fortschritte sei das Programm nach wie vor herausfordernd, hieß es bei EADS.

Kommentare (2)

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EADS_Aktionaer

13.05.2011, 09:24 Uhr

Einmaleffekt $-Schwäche? Hä? EADS sollte zu Richtpreisen in € übergehen und die $-Preise regelmäßig den Schwankungen anpassen. Oder die Fakturierung entsprechend der Kosten aufteilen, schließlich kauft EADFS auch viel im $-Raum ein. Die Wertschöpfung aber passiert idR in € oder Yuan.

Schließlich lässt sich EADS auch nicht in Zim-$ bezahlen. Und mit China sollte EADS viel vorsichtiger werden.

Noch stürzen die chinesischen Vögel (wie jüngst eine MD-60 vor Papua) gerne ab und haben keine amerikanische Zulassung. Daran werden die arbeiten, vor allem mit den MA, die regelmäßig aus den chin. Airbuswerken abgezogen werden.

Ich würde gerne mal wieder eine (gut verdiente) Dividende sehen, als irgendwelche Luftnummern. Auch wenn das hier zu humoristischen Betrachtungen Anlass geben könnte…

IRR

13.05.2011, 09:53 Uhr

Bei 9,9 Milliarden Umsatz bleiben nur 192 Millionen Gewinn übrig. Da muss man sich schon wundern. Wie arbeitet denn das Unternehmen?

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