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10.07.2012

17:47 Uhr

Luftfahrtmesse

Boeing sichert sich den nächsten Großauftrag

In Farnborough konnte sich Boeing bereits einen zweiten großen Auftrag sichern. So will das Unternehmen den Konkurrenten Airbus auf lange Sicht abhängen. Der sicherte sich allerdings selbst ein Milliarden-Geschäft

Boeing-Logo auf der Luftfahrtmesse im englischen Farnborough. Reuters

Boeing-Logo auf der Luftfahrtmesse im englischen Farnborough.

FarnboroughDer Airbus-Konkurrent Boeing hat auf der Luftfahrtmesse im englischen Farnborough bereits den zweiten Großauftrag an Land gezogen. Die Leasinggesellschaft Gecas will beim US-Konzern 100 Flugzeuge des Typs 737 bestellen. Die Order besteht aus 75 Maschinen des Modells 737 MAX und 25 Fliegern des Typs 737-800, wie Boeing und die General-Electric -Tochter am Dienstag in Farnborough mitteilten. Nach Listenpreis hat der Auftrag einen Wert von etwa 9,3 Milliarden Dollar.

Bereits am Montag hatte sich Boeing einen Auftrag im Volumen von rund 7,2 Milliarden Dollar gesichert und dem europäischen Rivalen Airbus zum Auftakt der Flugzeugmesse von Farnborough die Schau gestohlen. Am Dienstag zog die EADS-Tochter nun aber nach und gab die Bestellung von zehn Flugzeugen des Typs A350-1000 durch Cathay Pacific bekannt. Zudem habe die Fluggesellschaft aus Hongkong eine bestehende Order über 16 Stück des Basismodells A350-900 in die größere Version A350-1000 umgewandelt, teilten beide Firmen mit. Der Auftrag hat nach Listenpreis einen Wert von 4,2 Milliarden Dollar.

Boeing versucht schon seit einiger Zeit, dem derzeit erfolgreicheren Rivalen Airbus wieder mehr Aufträge abzuluchsen. Seit Jahren stehen die Flugzeuge aus dem französischen Toulouse höher in der Gunst der Airlines als die Boeing-Maschinen, die größtenteils in Seattle zusammengeschraubt werden. Allein vergangenes Jahr erhielt die Tochter des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns EADS 1419 Order im Gesamtwert von 140 Milliarden Dollar - Boeing zählte lediglich 805 Bestellungen. Bereits vor Beginn des Branchentreffens im südenglischen Farnborough gab Boeing-Chef Jim McNerney die Marschrichtung vor: Unter anderem dank der modernisierten 737 Max werde Boeing "auf Jahre hin" mehr Flugzeuge verkaufen als Airbus.

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Der jüngste Boom kommt etwas überraschend, schauen doch viele Fluggesellschaften wegen der trüben Aussichten für die Weltwirtschaft und der harten Konkurrenz nicht eben optimistisch in die Zukunft. Gleichzeitig stellen sich die Airlines aber auf weiter steigende Treibstoffpreise ein und ersetzen alte Flugzeuge durch neue Jets, die weniger verbrauchen.

Von

rtr

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