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17.06.2013

14:14 Uhr

Lufthansa

Bei Germanwings drohen Streiks zur Hauptferienzeit

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat zu einer Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen. Es geht um die sich hinziehenden Tarifverhandlungen. Kommt es zum Streit, könnte das die Lufthansa schwer treffen.

Die Tarifverhandlungen für die Kabinenbeschäftigten von Germanwings ziehen sich seit neun Monaten hin. dpa

Die Tarifverhandlungen für die Kabinenbeschäftigten von Germanwings ziehen sich seit neun Monaten hin.

FrankfurtLufthansa drohen zur Hauptreisezeit Streiks bei ihrer Billigflieger-Tochter Germanwings. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo rief ab diesem Montag ihre Mitglieder bei Germanwings zu einer Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen auf.

Grund seien die sich seit neun Monaten hinziehenden Tarifverhandlungen über Gehälter und Arbeitsbedingungen der rund 700 Kabinenbeschäftigten, teilte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) auf ihrer Internetseite mit.

Stimmen mehr als 70 Prozent zu, kann es zu Streiks kommen. Ein Ausstand des Kabinenpersonals bei Germanwings würde die Lufthansa in ihrem wichtigen Sommergeschäft schwer treffen. Die Urabstimmung soll noch bis zum 5. Juli laufen.

Germanwings soll ab kommendem Monat mit neuen Tarifen und einem veränderten Marktauftritt schrittweise den gesamten Verkehr innerhalb Deutschlands und Europas übernehmen. Ausgenommen sind nur die Verbindungen zu den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München, die die Lufthansa auch künftig selbst durchführt.

Eine tragfähige Lösung mit Verhandlungen scheine alleine nicht erreichbar, erklärte die Gewerkschaft. Die anstehende Urabstimmung sei ein deutliches Signal an die Geschäftsleitung, dass Ufo im Falle weiterer Blockaden für einen Arbeitskampf gewappnet sein.

Ein Germanwings-Sprecher sagte: „Wir sind überrascht über die Vorgehensweise, da wir uns in konstruktiven Verhandlungen befinden.“ Es seien bereits vier weitere Verhandlungstage anberaumt. Er gehe derzeit nicht davon aus, dass es zu einem Streik komme.

Von

rtr

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