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25.01.2011

16:48 Uhr

Lukrative Aufträge

Paris investiert Milliarden in Windenergie

Ein Windpark vor der deutschen Küste. Quelle: dpa

Ein Windpark vor der deutschen Küste.

Mit einem gigantischen Windenergie-Projekt startet Frankreich seine Aufholjagd in der zukunftsträchtigen Branche.

Für zehn Milliarden Euro sollen die ersten Windkraftanlagen vor der französischen Küste entstehen, wie Präsident Nicolas Sarkozy am Dienstag ankündigte. Geplant seien 600 Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 3000 Megawatt.

Damit geht Frankreich, in dem bisher 80 Prozent des Stroms aus Atomkraftwerken kommen, mit einem der größten Projekte weltweit an den Start. Die Produktionskapazität der geplanten Anlagen entspricht drei kleinen Atomkraftwerken. Das Vorhaben werde 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen, kündigte Sarkozy im Atlantik-Hafen St. Nazaire an.

Der Präsident ließ offen, an welchen Küstenabschnitten Frankreichs die Windparks gebaut werden sollen. Fünf Entwicklungsregionen seien vorgesehen, sagte Sarkozy. Ab 2012 sollen die teilnehmenden Unternehmen ausgewählt werden.

Zu den Kandidaten könnten der Hamburger Turbinenhersteller Repower , Alstom aus Frankreich und der dänische Marktführer Vestas gehören. Um den Betrieb dürften sich der französische
Versorger EDF, dessen Windkraft-Tochter EDF Energies Nouvelles, und der Rivale GDF Suez bemühen.

Das Vorhaben solle der Branche zu mehr Bedeutung verhelfen, betonte Sarkozy. Frankreich liegt im Bereich der Windenergie weit hinter seinen europäischen Nachbarn zurück. Derzeit stammen weniger als zwei Prozent der französischen Stromkapazität aus Windkraft - in Deutschland sind es sieben Prozent. Auch an den Küsten Großbritanniens, Belgiens, Dänemarks, Schwedens und der Niederlande werden Windparks entwickelt.

dpa

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