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06.04.2006

16:20 Uhr

Luxusboom hält an

Swatch legt weiter zu

Der Uhrenkonzern Swatch dürfte auch 2006 neue Bestmarken erreichen. Der parallel zum Börsenboom anhaltende Luxusboom bei Uhren und Schmuck hält die Schweizer auf Rekordkurs.

HB GENF. Es sehe danach aus, dass sich die Wachstumsraten des vergangenen Jahres fortsetzen dürften, sagte Swatch-CEO Nick Hayek am Donnerstag auf der Bilanzmedienkonferenz in Genf. „Wir sind sehr optimistisch“, erklärte er. Bei den teuren Uhren, die mit viel Handarbeit gefertigt werden, könne es nach den Bestellungen auf der Uhrenmesse in Basel zu Kapazitätsproblemen kommen. Doch nicht nur die teuren Prestigeuhren laufen gut. Auch die Marke Swatch mit ihren bunten Plastikuhren lege beim Umsatz weiter zu und sei profitabel, so Hayek. Swatch hat 2005 den Umsatz um 8,3 Prozent auf 4,5 Mrd. sfr und den Gewinn um 21,3 Prozent auf 621 Mill. sfr gesteigert.

In den USA will Swatch ein Joint Venture mit der Uhrenhandelskette Tourneau eingehen. Geplant sind Läden in verschiedenen Luxus-Einkaufszentren in den USA. „Luxus-Outlet-Geschäfte sind der neue Trend und wir sind glücklich, damit in den USA neu zu starten“, sagte Hayek.

Solange der Luxusgütertrend anhält und es allen in der Branche gut geht, dürften bei Swatch keine Übernahmen anstehen. Der Konzern schaue sich zwar nach Akquisitionen um, aber derzeit seien keine interessanten Kandidaten auf dem Markt, sagte Hayek. Bei einem Abflauen des Luxustrends dürfte sich eher eine Gelegenheit ergeben, so der Swatch-Chef weiter.

Da Swatch seine Mittel nicht für Übernahmen braucht, will der Konzern seinen Aktionären mehr als bisher zukommen lassen.

Finanzchef Edgar Geiser zufolge strebt Swatch an, über die Dividende und Aktienrückkäufe jedes Jahr einen Betrag an die Aktionäre zurückführen, der etwa 30 Prozent der Netto-Finanzposition entspricht. Die Netto-Finanzposition lag Ende 2005 bei 1,45 Mrd. sfr. Das waren 271 Mill. sfr mehr als im Jahr davor. Im Moment läuft ein Aktienrückkauf mit einem Volumen von 300 Mill. sfr, diesem dürften weitere folgen. Die Swatch-Aktien notierten an der etwas festeren Börse praktisch unverändert.

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