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29.01.2010

09:12 Uhr

Luxusgüterkonzern

Richemont treibt Übernahme von Rodenstock voran

Der Luxusgüterkonzern Richemont verbündet sich mit Fonds, um Rodenstock zu übernehmen. Über Rodenstock könnten bekannte Richemont-Marken wie Montblanc in einem neuen Marktsegment vertrieben werden.

Der Chef von Rodenstock: Olaf Göttgens. Quelle: Pressebild

Der Chef von Rodenstock: Olaf Göttgens.

HB FRANKFURT. Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont verbündet sich mit Blick auf eine Übernahme von Rodenstock mit einem Finanzinvestor, an dem sein Chef Johann Rupert beteiligt ist. Die „Financial Times“ (FT) berichtete am Freitag, der Fonds Trilantic wolle für den Münchener Brillenhersteller bieten, Richemont solle Lizenzen für seine Luxusmarken beisteuern. Die aus der Private-Equity-Sparte von Lehman Brothers hervorgegangene Trilantic, an der der südafrikanische Milliardär Rupert indirekt 49 Prozent hält, solle im Zuge dessen die Mehrheit an Rodenstock übernehmen.

Reuters hatte berichtet, dass der Hersteller von „Piaget“-Uhren und „Cartier“-Schmuck ein Auge auf Rodenstock geworfen hat.

Dem FT-Bericht zufolge bietet Richemont Rodenstock eine Lizenzvereinbarung an, mit deren Hilfe das Traditionsunternehmen Brillen unter Marken wie „Chloe“ und „Montblanc“ anbieten könne.

Darin stecke mit der Lage vertrauten Personen zufolge die Chance, Umsatz und Gewinn von Rodenstock in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln. Das Unternehmen gehört seit 2007 dem Finanzinvestor Bridgepoint, muss derzeit aber mit den Banken über eine Umschuldung verhandeln, weil es die Auflagen für seine Kredite im Volumen von 370 Mio. Euro verletzt hat. Derzeit läuft ein Stillhalteabkommen.

Die Zeitung berichtete, die Banken von Rodenstock hätten das erste Übernahmeangebot von Trilantic und Richemont abgelehnt.

Geplant sei eine Eigenkapitalzufuhr von 75 Mio. Euro, wovon der größere Teil von Trilantic und 45 Prozent von Bridgepoint kommen solle. Die Banken verlangten aber größere Sicherheiten für die verbleibenden Verbindlichkeiten von 200 Mio. Euro.

Uneinigkeit herrsche auch, inwieweit die Kreditgeber von einem künftigen Verkauf profitieren könnten. Der britische Finanzinvestor Bridgepoint hatte betont, er wolle ein „aktiver Investor“ bei Rodenstock bleiben.

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