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25.04.2012

20:14 Uhr

Luxuskonzern-PPR

Gucci läuft, Puma nicht

Die Sportartikelmarke Puma des französischen Luxuskonzerns PPR glänzt nicht. Anders sieht das etwa bei der Marke Gucci aus, die um zwölf Prozent zulegte. Das eigene Einzelhandelsgeschäft hat hingegen keine Zukunft.

Gucci-Präsentation auf der Modemesse in Mailand. Reuters

Gucci-Präsentation auf der Modemesse in Mailand.

ParisDie Puma- und Gucci-Mutter PPR hat die Schuldenkrise in Europa zu Jahresbeginn weggesteckt. Obwohl die Münchner Tochter vor allem auf dem Kontinent mit Einbußen zu kämpfen hatte, zieht der französische Konzern mit einem starken Umsatzwachstum unerschüttert seine Bahn. Der Hersteller von Sportartikeln und Luxusgütern steigerte seine Erlöse in den ersten drei Monaten um 15,4 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro, wie der Inhaber von Modemarken wie Gucci und Yves Saint Laurent am Mittwoch nach Börsenschluss in Paris mitteilte.

Zudem äußerte sich Konzernchef Francois-Henri Pinault zuversichtlich, dass der Schwung anhält. PPR werde auch in diesem Jahr ein reges Umsatzwachstum erzielen. Das Ergebnis wurde demnach von der Luxussparte angetrieben, deren Erlöse auf vergleichbarer Basis um 17,8 Prozent zulegten. Das glich den leichten Rückgang in der Einzelhandelssparte Fnac und die Puma-Schwäche aus. Der Münchner Sportartikel-Hersteller kämpft in Europa mit der Zurückhaltung der Verbraucher und wächst - auch dies anders als die Mutter - kaum noch in China. Sein Umsatz legte im ersten Quartal nur noch sechs Prozent zu, der Gewinn ging um fünf Prozent zurück. PPR räumte seine Enttäuschung über das Quartalsergebnis der Tochter ein, an der der Konzern 80 Prozent hält.

Mit der Marke Gucci setzten die Franzosen auf vergleichbarer Basis zwölf Prozent mehr um. Das Geschäft in China legte 15 Prozent zu und trotz der Konjunkturschwäche diesseits und jenseits des Atlantiks erreichte PPR in West-Europa und Nordamerika zweistellige Umsatzzuwächse. Auffallend schwach blieb neben Südkorea und Taiwan auch Italien, der Heimatmarkt von Gucci. PPR steckt mitten in einem Umbau, um sich stärker auf Luxus- und Sportmarken zu konzentrieren und sich damit unabhängiger vom konjunkturanfälligen Einzelhandel zu machen. Fnac steht auf der Verkaufsliste, ebenso der Internet-Händler Redcats.

Von

rtr

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