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17.01.2011

07:42 Uhr

Luxuskonzern

Richemont steigert Umsatz um ein Drittel

VonTorsten Riecke

Richemont liefert erneut bärenstarke Zahlen: Der Schweizer Luxusgüterkonzern profitiert von der starken Nachfrage nach teuren Uhren und Schmuck aus Asien. So aufregend dürfte es in Zukunft aber nicht weitergehen.

Richemont ist weiter auf enormes Wachstumskurs. Quelle: Reuters

Richemont ist weiter auf enormes Wachstumskurs.

ZÜRICH. Luxus läuft. Besonders in Asien. Dank der starken Nachfrage nach Luxusuhren hat der Schweizer Konsumgüterhersteller Richemont seinen Umsatz im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2010/11 um rund ein Drittel auf 2,11 Milliarden Franken gesteigert. Selbst wenn man den positiven Wechselkureffekt herausrechnet, hat Richemont mit einem Umsatzplus von 23 Prozent immer noch die Erwartungen der Analysten übertroffen.

„Vor allem Cartier hat besser abgeschnitten als erwartet“, sagte Alessandro Migliorini, Analyst bei Brokerhaus Helvea, „und das dürfte auch die Profitabilität deutlich gesteigert haben.“ Insbesondere die Chinesen lieben die Edeluhrenmarke. Nach einer Konsumentenumfrage besitzen die Reichen im Reich der Mitte im Durchschnitt etwa 4,4 Uhren – meistens von der Marke Cartier. Insgesamt hat Richemont seinen Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 57 Prozent gesteigert.

Aber auch in den übrigen Regionen gab es Zuwächse von mehr als 20 Prozent. In Europa sorgte die Übernahme des Luxus-Online-Händlers Net-A-Porter im vergangenen Jahr für zusätzliche Schubkraft. In den ersten neun Monaten belief sich der Umsatz der Richemont Gruppe auf knapp 5,4 Milliarden Franken. Das ist bei konstanten Wechselkursen ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwas vorsichtiger blickt das vom Südafrikaner Johann Rupert geführte Unternehmen auf das Schlussquartal. Das hohe Umsatzniveau der Vorjahresperiode und der starke Franken dürften große Steigerungen schwieriger machen

Die Richemont-Aktie reagierte auf den nach Einschätzung von Analysten trüben Ausblick mit einem Abschlag von 2,4 Prozent.

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