Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.11.2015

20:26 Uhr

Machtkampf mit französischer Regierung

Nissan strebt offenbar höheren Renault-Anteil an

Seit April tobt ein Machtkampf zwischen Nissan-Chef Carlos Ghosn und der französischen Regierung. Um den Einfluss der Regierung auf die Allianz mit Renault zu begrenzen, strebt Nissan einen höheren Renault-Anteil an.

Der japanische Autobauer Nissan strebt einen Anteil an Renault von mindestens 25 Prozent an. AFP

Renault und Nissan

Der japanische Autobauer Nissan strebt einen Anteil an Renault von mindestens 25 Prozent an.

ParisNissan will einem Zeitungsbericht zufolge den Einfluss der französischen Regierung auf die Allianz mit Renault begrenzen. Dazu strebe der japanische Autobauer einen Anteil an Renault von mindestens 25 Prozent an, berichtete die Zeitung „Nikkei Asian Review“ am Montag.

Nach japanischem Unternehmensrecht würde Renault somit Stimmrechte bei Nissan verlieren. Derzeit beträgt der Anteil 43,4 Prozent. Nissan war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im April war ein Machtkampf zwischen der französischen Regierung und Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn ausgebrochen. Damals erhöhte die Regierung in Paris überraschend ihren Anteil an Renault auf 19,7 von 15 Prozent und sicherte sich doppelte Stimmrechte. Das stieß in Japan auf Ablehnung. Renault hatte Nissan 1999 vor der Fast-Pleite gerettet.

Seither sind die Japaner jedoch größer als das Mutterunternehmen geworden. Nissan ist für zwei Drittel des gemeinsamen Autoabsatzes und den Großteil des Gewinns verantwortlich.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×