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05.01.2004

07:14 Uhr

Märkte in Asien und Osteuropa legen deutlich zu

Autohersteller rechnen 2004 mit Absatzschub

VonJosef Hofmann (Handelsblatt)

Die Automobilindustrie erwartet 2004 die deutlichste Absatzsteigerung seit mehr als fünf Jahren. Die positiven Prognosen beflügeln die traditionell optimistische Stimmung auf der North American International Auto Show (NAIAS), die seit Sonntag in Detroit ihre Tore für das Fachpublikum geöffnet hat.

DETROIT. Getrieben durch eine boomende Nachfrage in China und Osteuropa, aber auch unterstützt durch leichte Aufwärtstendenzen in Nordamerika und Europa, könnte der weltweite Autoabsatz nach Meinung der Marktexperten von B&D Forecast und Global Insight im laufenden Jahr um mehr als drei Prozent steigen. So könnten 2004 knapp 59 Mill. neue PKWs auf den Weltmarkt rollen, prognostizieren Colin Couchman und Nigel Griffith von Global Insight.

„Weltweit werden die Zahlen nach oben gehen, vor allem die ungesättigten Märkte Asiens werden weiter kräftig wachsen“, sagt Hans-Dieter Krauss, Autoexperte der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Die Erträge werden aber trotz aller Sparanstrengungen auch 2004 noch nicht wieder rekordverdächtig sein. Nach einer KPMG-Umfrage unter mehr als 100 Automobilmanagern werden sie erst 2006 wieder an frühere Höchststände anknüpfen können. Gründe dafür sind anhaltend hohe Überkapazitäten und ein harter Preiskampf auf den meisten Automärkten.

Erneut werden China und Osteuropa mit zweistelligen Wachstumsraten glänzen können, sind sich die Manager der Autobranche einig, die sich auf der wichtigsten US-Automesse treffen. Dem nordamerikanischen Automobilmarkt, dem größten der Welt, wird dagegen nur ein Wachstumspotenzial von weniger als zwei Prozent bei einer anhaltenden Rabattschlacht zugetraut. Entsprechend vorsichtig waren die Signale der US-Anbieter im Vorfeld der Detroiter Messe. Chrysler-Chef Dieter Zetsche wies zuletzt mehrfach auf das ungelöste Problem von Überkapazitäten hin. GM-Nordamerika-Präsident Gary L. Cowger sprach vorsichtig von „wirtschaftlichen Signalen, die uns helfen können, Nachfrage und Verkäufe zu steigern“.

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