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12.12.2012

12:23 Uhr

Mäßiger Ausblick

Chemiebranche erwartet keinen großen Aufschwung

Dieses Jahr läuft das Geschäft eher mäßig, 2013 wird es nicht viel besser: Die Chemiebranche rechnet nicht mit großen Zuwächsen. Hoffnung setzen die Unternehmen in die Schwellenländer.

Anlagen des Chemiekonzerns BASF: Die Branche bekommt die Auswirkungen der Eurokrise deutlich zu spüren. dapd

Anlagen des Chemiekonzerns BASF: Die Branche bekommt die Auswirkungen der Eurokrise deutlich zu spüren.

FrankfurtDie Chemieindustrie erwartet nach stagnierenden Umsätzen und einem Produktionsrückgang im laufenden Jahr auch für 2013 keine großen Sprünge. „Die Hoffnungen auf einen spürbaren Aufschwung verschieben wir erst mal in die weitere Zukunft“, sagte der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Merck-Chef Karl-Ludwig Kley am Mittwoch in Frankfurt. Im Europageschäft rechnet Deutschlands drittgrößter Industriezweig für 2013 nur mit wenig Schwung. Weiteres Wachstum sieht die Branche vor allem im Geschäft mit den Schwellenländern.

Insgesamt geht die Branche für 2013 von einem mageren Anstieg der Chemieproduktion um 1,5 Prozent aus. Der Branchenumsatz werde voraussichtlich um zwei Prozent auf 188 Milliarden Euro zulegen. Der Verband rechnet damit, dass die Chemieunternehmen 2013 ihre Preise um 0,5 Prozent anheben können.

Das sind die größten Chemieunternehmen Deutschlands

Platz 10

Das Ranking der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen eröffnet Beiersdorf. Die Hamburger sind vor allem als Kosmetikhersteller mit Nivea und Co. bekannt. Umsatz 2012: 6,0 Milliarden Euro.

Platz 9

Die Lanxess AG ist ein Ableger von Bayer. Der Spezialchemie-Konzern machte 2012 einen Umsatz von 9,1 Milliarden Euro. Das reicht für den neunten Platz.

Platz 8

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt kommt auf Rang acht der Rangliste. 2012 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro.

Platz 7

Der Essener Konzern Evonik hat im Jahr 2012 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das reicht für Platz sieben.

Platz 6

Boehringer Ingelheim ist das zweitgrößte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Der Umsatz 2012: 14,7 Milliarden Euro.

Platz 5

Der Spezialgase-Spezialist Linde kommt auf den fünfte Rang der umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen. 2012 lag der Umsatz bei 15,3 Milliarden Euro.

Platz 4

Henkel kommt auf den vierten Platz der Rangliste. Der Düsseldorfer Konzern ist vor allem bekannt für Persil-Waschmittel und Pritt-Kleber. Der Umsatz 2012: 16,5 Milliarden Euro.

Platz 3

Das Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius ist einer der größten Krankenhausbetreiber Deutschlands. Das Bad Homburger Unternehmen erzielte einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 2

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist die deutsche Nummer zwei. Der Umsatz 2012 betrug 39,8 Milliarden Euro (inklusive Pharma).

Platz 1

BASF ist das weltweit größte Chemieunternehmen. Die Ludwigshafener haben im Jahr 2012 einen Umsatz von 78,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Im laufenden Jahr bekam die Branche die Auswirkungen der Euroschuldenkrise deutlich zu spüren. „Die Wachstumsschwäche der Weltwirtschaft und die Rezession in Südeuropa hinterließen Bremsspuren im Chemiegeschäft“, erklärte der Branchenverband, der die Interessen von rund 1650 Unternehmen in Deutschland vertritt.

Der Branchenumsatz verharrte nach vorläufigen Zahlen auf dem Vorjahresniveau bei 184,2 Milliarden Euro. Die Chemiekalienproduktion ging sogar um drei Prozent zurück. Dabei konnten die Unternehmen ihre Preise um 2,5 Prozent anheben.

Von

rtr

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