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30.01.2012

09:57 Uhr

Manager-Rauswürfe

Hochtief-Ergebnis leidet unter hohen Abfindungen

Nach der Übernahme durch ACS haben bei Hochtief zahlreiche Manager den Hut nehmen müssen. Und die hohen Abfindungen waren der Hauptgrund dafür, dass das Ergebnis des Baukonzerns so stark belastet wurde.

Die Elbphilharmonie in Hamburg: eine der prominentesten Baustellen von Hochtief. dpa

Die Elbphilharmonie in Hamburg: eine der prominentesten Baustellen von Hochtief.

EssenNeue Abschreibungen bei der Tochter Leighton und lukrative Abfindungspakete für ehemalige Vorstandsmitglieder haben den Essener Baukonzern Hochtief 2011 tiefer in die roten Zahlen gedrückt als erwartet. Hochtief erwarte vor Steuern ein Minus von rund 130 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte der Konzern mit einem Verlust im niedrigen zweistelligen Millionenbereich gerechnet.

Der Verlust nach Steuern beläuft sich statt der bisher prognostizierten 100 auf rund 160 Millionen Euro. Ob die Anteilseigner wie Großaktionär ACS nun für 2011 mit einer Dividende rechnen können, blieb unklar.

Über eine Ausschüttung entschieden die Hochtief-Gremien, betonte ein Hochtief-Sprecher am Montag. Seine Ziele für 2012 bestätigte Hochtief: Es werde weiterhin ein operativer Gewinn leicht unterhalb der Marke des Rekordjahres 2010 erwartet. Hochtief-Aktien verloren an Boden.

„Wir schließen damit ein Jahr ab, in dem wir viele Veränderungen und Altlasten verarbeitet haben“, bilanzierte Vorstandschef Frank Stieler das Jahr 2011. Hochtief hatte sich im vergangenen Jahr nach langer Abwehrschlacht ACS geschlagen geben müssen - der spanische Baukonzern hatte die Mehrheit der Anteilsscheine übernommen.

Zahlreiche Vorstände hatten daraufhin von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, das im Fall eines Eignerwechsels einen finanziell lukrativen Rückzug ermöglicht. Ex-Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter sowie die Vorstände Peter Noe, Burkhard Lohr und Martin Rohr warfen das Handtuch.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

30.01.2012, 11:24 Uhr

Gehälter und Abfindungen des Managements haben schon
lange ein unmoralisches Niveau erreicht.
Leider haben die Banken das Sagen in diesen Unternehmen.
Verlierer bleibt der Kleinaktionär; der leidet

Abfindung-oder-Bestechung

30.01.2012, 12:34 Uhr

Ein Unternehmen aus der Pleitebranche eines Pleitestaates erwirbt ein deutsches Trditionsunternehmen.
Der spanische Erwerber hat kein Geld, um auch nur einen Cent zu bieten - bezahlt wird mit der Luftwährung neuer
selbstgedruckter Aktien.
Den Widerstand im deutschen Unternehmen gegen die Übernahme durch einen Habenichts bricht man durch Abfindungszahlungen an das Managment.
Nennt man das dann "Abfindung" oder "Bestechung" ?

Treffer84848

30.01.2012, 13:02 Uhr

Guter Kommentar. Trifft den Kern.

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